XETRA-SCHLUSS/Etwas fester - Ölpreisrückgang stützt


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0.01 EUR 0.00 EUR 0.0 %

Indizes

2,126.01 EUR 28.16 EUR 1.34 %

25,099.00 EUR 335.88 EUR 1.36 %

217.67 EUR 0.75 EUR 0.35 %

665.93 EUR 5.76 EUR 0.87 %

6,280.94 EUR 70.77 EUR 1.14 %

1,563.00 EUR 10.70 EUR 0.69 %

51,748.50 EUR 432.66 EUR 0.84 %

13,321.78 EUR 172.86 EUR 1.31 %

31,965.53 EUR 291.81 EUR 0.92 %

20,571.00 EUR -260.00 EUR -1.25 %

10,737.54 USD -12.72 USD -0.12 %

9,710.00 EUR 124.70 EUR 1.3 %

5,429.15 EUR 51.82 EUR 0.96 %

3,769.97 EUR 68.52 EUR 1.85 %

3,378.65 EUR 103.56 EUR 3.16 %

   FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach anfänglicher Schwäche und einer Erholung an Nachmittag etwas fester geschlossen. Der Dax gewann 0,3% oder 18 Punkte auf 6.443 nach einem Tagestief von 6.322. Umgesetzt wurden auf XETRA rund 187,2 (Vortag: 114,2) Mio DAX-Werte im Wert von rund 5,80 (Vortag: 4,56) Mrd EUR. Händler führten die Erholung auf den Rückgang des Ölpreises am Nachmittag zurück. Hier sorgte die Nachricht, dass der tropische Wirbelsturm "Dolly" auf seiner Route wohl nicht die Raffinerien am Golf von Mexiko treffen wird, für Entspannung.

   Zuvor hatten schwächer als erwartet ausgefallenen US-Quartalszahlen sowie die verhaltenen bis enttäuschenden Ausblicke der Unternehmen den DAX zurückfallen lassen. Als kritisch wurde die Gewinnwarnung des Kreditkartenanbieters American Express bewertet, der eigentlich über eine überdurchschnittlich zahlungskräftige Klientel verfügt. Auch die Zahlen von Wachovia wurden als schwach eingestuft und von kleineren US-Regionlbanken wurden hohe Belastungen durch Kreditausfälle gemeldet. Die Finanzwerte im DAX schlossen daher mehrheitlich im Minus.

   Aus charttechnischer Perspektive ist das Kursbarometer der heimischen Standardwerte nunmehr im Bereich von 6.343 Punkten unterstützt, auf Widerstand trifft es auf dem Niveau von 6.465 Zählern. Es dürfte wegen der kurzfristig überkauften Lage schwierig werden, diese Hürde bald zu überwinden, meinte ein Marktteilnehmer.

   Der gesunkene Ölpreis stützte die Autowerte und den Chemiesektor. Letzterer profitierte auch von guten Zahlen des US-Konzerns DuPont, so dass etwa BASF um 1,6% auf 42,10 EUR anzogen. Bei VW, die um 2,7% auf 196,02 EUR kletterten, verwiesen Marktteilnehmer auch auf die anstehenden Quartalszahlen, die einen leichten Gewinnanstieg zeigen dürften. Zudem steht die Entscheidung der EU-Kommission zur Übernahmen von VW durch Porsche an. Continental kletterten um 1,8% auf 72,99 EUR und profitierten damit auch von der Hoffnung auf ein verbessertes Gebot. Lufthansa gingen nach vorübergehend deutlichen Abschlägen mit einem Plus von 0,4% auf 15,28 EUR aus dem Handel.

   Deutsche Telekom verloren dagegen deutlich. Im Sog schwacher Quartalszahlen von Vodafone ging es hier um 4,4% auf 10,59 EUR nach unten. "Die Briten haben als erster der europäischen Telekom-Blue-Chips Zahlen vorgelegt. Diese sind desaströs, Anleger preisen nun auch bei den Wettbewerbern niedrigere Gewinne ein", sagte ein Händler.

   Ausdrucksstark waren auch die Abgaben von Infineon, die Aktie verbilligte sich um 7,5% auf 4,85 EUR. Der Münchner Halbleiterhersteller sei als Zulieferer des "iPhones 3G" besonders stark von der unerwartet schwachen Apple-Prognose für das vierte Quartal betroffen, sagte ein Händler. Auch die Geschäftsausweise von Texas Instruments und SanDisk seien als negativ zu werten.

   Für Metro ging es um 1,2% auf 38,34 EUR nach unten. Für Abgabedruck bei den Aktien des Einzelhandelskonzerns sorgte eine Herabstufung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs, die ihre Empfehlung auf "Sell" von "Neutral" gesenkt hatte. Gegen den Trend gesucht waren die Papiere aus als eher defensiv geltenden Branchen.

   In der zweiten Reihe wiesen die Bauwerte überdurchschnittliche Abgaben auf: Hochtief fielen um 4,4% auf 55,74 EUR und Bilfinger Berger um 4,1% auf 54,70 EUR. Die US-Investmentbank Merrill Lynch hatte beide Papiere auf "Neutral" von "Buy" herabgestuft.

   MTU Aero Engines verbilligten sich nach Vorlage des Berichts für das zweite Quartal um 10,7% auf 19,92 EUR. Das Ergebnis lag zwar sowohl hinsichtlich EBITDA als auch Nettoergebnis über dem jeweiligen Analystenkonsens. Erik Budarz, Analyst beim Bankhaus Metzler, bewertete die Zahlen aber als nicht überzeugend. Er bemängelte die Entwicklung im auf Wartungsarbeiten spezialisierten MRO-Bereich.

   Im TecDax setzten WireCard ihre Erholung fort. Angesichts der Ankündigungen der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), rechtliche Schritte gegen das Unternehmen einzuleiten, kommentierte J.P. Morgan (JPM): "Wir rechnen damit, dass WireCard die Auskunftspolitik mit Veröffentlichung der detaillierten Geschäftszahlen im August verbessert." Wegen eines KGV von neun auf Basis der Gewinnschätzungen für 2008 sei die Aktie "günstig". Die Aktie legte um 7,8% auf 5,39 EUR zu.

DJG/mif/flf (END) Dow Jones Newswires

   July 22, 2008 12:30 ET (16:30 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 30 PM EDT 07-22-08

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22.07.26 Infineon Kaufen DZ BANK
03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG