Ölpreise bei ruhigem Handel leicht gesunken - Lagerbestände im Fokus
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch in einem ruhigen Handel leicht gesunken. Ein Barrel der US-Sorte WTI zur Auslieferung im August wurde am Mittag mit 71,04 US-Dollar gehandelt. Das waren 37 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank zuletzt um 25 Cent auf 72,68 Dollar.
Händler begründeten die leichten Preisrückgänge mit Gewinnmitnahmen in einem ansonsten ruhigen Umfeld. Aufgrund eines landesweiten Feiertags in den USA sei der Handel verhalten verlaufen. Leichte Unterstützung hätten die Ölpreise indes von der erneut angespannten Situation in Nigeria erhalten. Berichte über eine Beendigung der Waffenruhe seitens der größten militanten Gruppierung des Landes hätten für Beunruhigung am Markt gesorgt, hieß es. Nigeria ist das größte Ölförderland Afrikas und einer der Hauptlieferanten der USA.
Die Marktteilnehmer positionierten sich bereits für die Veröffentlichung der wöchentlichen Öllagerbestandsdaten aus den USA. Die Zahlen werden aufgrund des US-Feiertags nicht wie gewöhnlich am Mittwoch, sondern am Donnerstag Nachmittag veröffentlicht. Experten rechnen mit einem Rückgang der Rohölvorräte und einem leichten Anstieg der Benzinbestände. Aufgrund des nach wie vor engen US-Benzinmarkts stünden die Benzinbestände erneut im Blickpunkt, hieß es.
Erneut gestiegen ist unterdessen der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Nach Berechnungen des OPEC-Büros in Wien vom Mittwoch kostete ein Barrel aus der Förderung des Kartells am Dienstag im Durchschnitt 69,55 Dollar. Das waren 91 Cent mehr als am Montag. Die OPEC ermittelt den so genannten Korbpreis auf Grundlage von elf wichtigen Sorten aus eigener Förderung./FX/bf/jha/