Gold: Alarmstufe rot
Beim Blick auf den Goldchart kann einem (als Goldfan) derzeit die Freude vergehen. Eine wichtige Unterstützungszone wurde nämlich nach unten durchbrochen.
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von Jörg Bernhard
Nach dem Unterschreiten der Marke von 1.550 Dollar wird es nun richtig gefährlich. Die langfristige Trendlinie, die sich seit Herbst 2008 gebildet hat, ist akut gefährdet. Sollte sowohl die psychologisch wichtige Marke von 1.500 Dollar als auch die knapp darunter verlaufenden Unterstützungen gebrochen werden, droht ein weiterer Ausverkauf.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Unter fundamentalen Aspekten tragen daran die Eurokrise und die damit einhergehende Dollarstärke den Löwenanteil der Verantwortung. Vereinfacht ausgedrückt lässt sich sagen: Gold ist "out" und der Dollar "in". Ob es sich dabei um eine nachhaltige Entwicklung handelt, darf allerdings bezweifelt werden. Dafür sieht die Schuldensituation in den USA zu schlecht aus.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 15,70 auf 1.541,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Rekordlagerstände in Cushing
Während der Ölpreis massiv fällt, befinden sich die gelagerten Ölmengen am Nymex-Lieferpunkt in Cushing (Oklahoma) auf Rekordniveau. Am Nachmittag könnte der offizielle Rohölbericht des US-Energieministeriums (16.30 Uhr) diesbezüglich neue Impulse generieren. Nach der Bekanntgabe der Verkaufszahlen neuer US-Eigenheime zeigte sich der Ölpreis erholt. Mit 717.000 verkauften Neubauten fiel das Zahlenwerk besser als erwartet aus. Bei der Industrieproduktion (April) gab es mit plus 1,1 Prozent ebenfalls eine positive Überraschung. Am Abend folgt dann noch das Protokoll der letzten Fed-Sitzung, welches den Marktakteuren Hinweise auf die aktuelle Gemütslage der Notenbanker liefern könnte.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,94 auf 93,04 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,48 auf 111,76 Dollar zurückfiel.