Siltronic: Party ist abgesagt
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Siltronic stellt sich für 2026 auf ein Übergangsjahr ohne Wachstum ein und konkretisiert damit die bereits angedeutete Prognose. Der verhaltene Ausblick belastet die Aktie, obwohl die strukturelle Nachfrage in der Branche intakt bleibt.
Werte in diesem Artikel
Bei Vorlage der vorläufigen Zahlen für 2025 im Januar deutete das Siltronic-Management bereits an, dass das Jahr 2026 wohl weder Umsatz- noch Ertragswachstum bringen wird. Nun wurden diese Aussagen in konkrete Zielwerte bzw. -spannen gegossen. In der Folge kam die Aktie spürbar unter Druck.
Ernüchternder Ausblick
Im Geschäftsjahr 2026 soll der Umsatz nun im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem vorläufigen Vorjahreswert von rund 1,35 Mrd. Euro liegen. Die EBITDA-Marge schätzt das Management auf 20 bis 24 Prozent (2025 vorläufig: 23,5 Prozent). Durch deutlich erhöhte Abschreibungen, die in einer Spanne von 490 bis 520 Mio. Euro liegen dürften, wird das EBIT deutlich unter Vorjahr erwartet (2025 vorläufig: -26 Mio. Euro).
Branche boomt
Während die Anleger vor dem Hintergrund der großen Marktpotenziale negative Unternehmensnachrichten bislang schnell verziehen und die Aktie zügig wieder in die Spur kam, könnten die jüngsten Aussagen den Gipfelsturm auf das Hoch aus 2025 noch etwas hinauszögern. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Die Nachfrage im Markt ist grundsätzlich vorhanden, und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Kunden von Siltronic ihre Kapazitäten ausweiten.
Fazit
Der Angriff auf das Jahreshoch vom Vorjahr bei rund 59 Euro ist erst einmal abgesagt. Die Tatsache, dass 2026 bei Siltronic ein Übergangsjahr bleibt, muss der Markt nun verarbeiten. Gute Nachrichten aus der Branche dürften aber weiterhin positive Effekte auf die Siltronic-Aktie haben. Dennoch: Die Prognose ist ein Tiefschlag und die Unterstützung bei 47/48 Euro könnte vor einem erneuten Aufschwung noch einmal getestet werden. Früher oder später sollte sich die Branchenkonjunktur aber auch in den Siltronic-Zahlen niederschlagen.
Deutlich besser sind die Perspektiven für 2G. Das Unternehmen verzeichnet bereits einen sehr lebhaften Auftragseingang und steht vor einer Phase starken Wachstums, sowohl 2026 als auch in den Folgejahren: zum Artikel
Einen Blick wert könnte auch die Aktie von NAGA sein. Nachdem das Unternehmen 2025 in Summe unter den ursprünglichen Erwartungen geblieben ist, dürften sich die seit 2024 umgesetzten Wachstumsmaßnahmen nun endlich spürbar auf die Wachstums- und vor allem Ertragsdynamik auswirken. Für die Aktie verspricht das ein sehr großes Erholungspotenzial: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 13.02.26 um 10:34 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.375 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 07.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
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