Lohnzusatzkosten

SPD-Pläne kosten Firmen Milliarden

22.09.13 09:00 Uhr

Sollte Rot-Grün die Bundestagswahl gewinnen, rechnet die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) mit Lohnzusatzkosten von acht bis zehn Milliarden Euro.

Ursache der Kosten wären die Pläne von SPD und Grünen, eine Bürgerversicherung einzuführen. Sie würde das Neben­einander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung ersetzen.

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Mit dem Bürgerversicherungsrechner des vbw (www.buergerversicherungsrechner.de) können Unternehmer für ihren Betrieb abschätzen, wie sich die Lohnzusatzkosten im Vergleich zum Status quo verändern würden. Auf den Verlag von Euro am Sonntag mit rund 90 Beschäftigten kämen beispielsweise Mehrkosten von jährlich knapp 80 000 Euro zu.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will hingegen das bestehende System stärken, vielleicht sogar die Versicherungspflichtgrenze aufheben, und stößt damit auf regen Zuspruch beim Verband der privaten Krankenversicherer. „Dem Wettbewerb von gesetz­licher und privater Krankenver­sicherung verdanken wir eines der besten Gesundheitssysteme weltweit.

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Die private Krankenversicherung als ­Innovationsmotor und ­stabile Finanzierungssäule kommt allen zugute, auch den gesetzlich Ver­sicherten, wogegen jedes Einheitssystem die medizinische Versorgung verschlechtern würde“, erklärt der Sprecher des PKV-Verbands, Stefan Reker. (Redaktion Euro am Sonntag)