Cenit: Ertragssprung lässt aufhorchen

13.05.26 12:38 Uhr

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Cenit überrascht mit einem deutlichen Ertragssprung und signalisiert einen möglichen Turnaround, den die Aktie so noch nicht einpreist.

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Ein regelrechtes Trauerspiel bot in den letzten Jahren die Aktie der Cenit AG. Allein seit 2022 hat das Papier über die Hälfte an Wert verloren, weil der IT-Dienstleister mit Schwerpunkt Product Lifecycle Management (PLM) durch ein nur mäßiges Wachstum und Effizienzprobleme zuletzt sogar in die Verlustzone gerutscht war. Mit den nun vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal 2026 verdichten sich aber die Hinweise, dass der lange ersehnte Turnaround Gestalt annimmt.

Dabei liest sich das Topline-Wachstum mit einem Umsatzanstieg von 1,9 Prozent auf 52,5 Mio. Euro zunächst einmal nicht sonderlich spektakulär. Aber schon im Unterholz zeigen sich hier interessante Tendenzen. Denn während der Verkauf von Drittsoftware leicht rückläufig war, konnte Cenit in den deutlich margenstärkeren Segmenten Consulting und eigene Software ein merkliches Wachstum von über 4 Prozent erzielen.

Das schlug auch auf die Ertragsseite durch, die zudem davon profitierte, dass das vom Management aufgelegten Effizienzprogramme inzwischen deutlich Wirkung zeigen. In Summe konnte das EBITDA nach einem Vorjahresverlust von 2,4 Mio. Euro deutlich auf 5,0 Mio. Euro in die Gewinnzone drehen und gleich eine operative Marge erreichen, die mit 9,6 Prozent so hoch lag wie noch nie in diesem Jahrzehnt.

Und dieser Trend des profitablen Wachstums dürfte sich durchaus fortsetzen, denn auch der Auftragsbestand signalisiert mit einem Plus von 11,5 Prozent, dass die ebenfalls eingeleitete Produkt- und Vertriebsoffensive von Cenit zunehmend Früchte trägt. So ist es den Schwaben insbesondere durch die Diversifikation des Geschäfts in immer mehr Branchen sowie auch durch den zunehmenden Einsatz von KI gelungen, die Kundenbasis deutlich zu verbreitern und vermehrt auch Großaufträge an Land zu ziehen.

Die Jahresprognose des Vorstands, die für 2026 bei einem leichten Umsatzwachstum auf mindestens 210 Mio. Euro einen Ertragssprung auf mindestens 18 Mio. Euro EBITDA vorsieht, erscheint daher gut unterfüttert, wenn nicht konservativ. Aber selbst, wenn nur die Planzahlen erreicht würden, wäre die Aktie mit einem KGV von unter 6 sehr moderat bewertet. Zumal das Management auch seine Mittelfristprognose bekräftigt hat, die bis 2030 ein Umsatzwachstum auf 350 Mio. Euro bei einer nachhaltigen EBITDA-Marge von 10 Prozent vorsieht. Kurzum: Wer die geringe Liquidität der Aktie nicht scheut, findet hier eine spannende Turnaround-Spekulation.

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Erstellung am 13.05.26 um 11:55 Uhr.

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