Frankfurt intern

Deutsche Börse: Kehraus im Freiverkehr

24.10.11 12:00 Uhr

Die Deutsche Börse hat die Faxen von vielen dubiosen Unternehmen, die am Frankfurter Open Market gelistet sind, dicke und greift durch im Freiverkehr – endlich.

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Aktien

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4.878,3 PKT -235,0 PKT -4,60%

10.762,1 PKT -574,4 PKT -5,07%

20.359,5 PKT -1.355,8 PKT -6,24%

30,5 PKT 5,7 PKT 22,89%

Lars Winter, €uro am Sonntag

Am 15. November will der Börsenbetreiber die ersten 174 Schmuddel­aktien, von denen allein fast ein Drittel aus der Schweiz stammt, aus dem Open Market verbannen. Die Papiere, die in Frankfurt „delistet“ werden, sollen dann auch an anderen Regionalbörsen wie etwa in Stuttgart nicht mehr handelbar sein.

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Hintergrund der Säuberungsaktion sind verschärfte Börsenauflagen, die seit Februar gelten und Anleger vor Abzockern besser schützen sollen. Um unter den gelisteten Aktien im Open Market möglichst viele schwarze Schafe aufzustöbern, fordert die Deutsche Börse nun deutlich mehr Transparenz von den Firmen. Ein Listing im Open Market setzt etwa einen Nennwert von mindestens zehn Cent je Papier voraus. Bislang gab es Bestimmungen zur Stückelung der Aktien nicht. Obendrein müssen Unternehmen im Freiverkehr künftig über ein Eigenkapital von 500.000 Euro (bisher 250.000 Euro) verfügen und dies von einem Wirtschaftsprüfer bestätigen lassen.

Titel aus dem Open Market werden häufig manipuliert und immer wieder durch unseriöse Börsenbriefe, Werbeanrufe oder Fax­mitteilungen aggressiv empfohlen, um die Kurse nach oben zu treiben und unbedarfte Privat­anleger über den Tisch zu ziehen. Vor den Push-Aktionen decken sich die Hintermänner dieser Kursmanipulationen günstig mit Aktien ein, um später zu höheren Kursen bei Kleinanlegern Kasse zu machen. Am Ende brechen die Titel zumeist völlig in sich zusammen und bescheren Anlegern, die nicht mehr rechtzeitig aussteigen können, hohe Verluste.

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Ob die verschärften Listing-Anforderungen der Deutschen Börse ausreichen werden, um Abzocker in Zukunft vom heimischen Aktienmarkt abzuhalten, ist eher unwahrscheinlich. Vor gezielten Kursmanipulationen schützen auch die neuen Zulassungsvoraussetzungen nun mal nicht. Die Deutsche Börse macht dubiosen Firmen im Freiverkehr allerdings das Leben in Zukunft deutlich schwerer – und das ist durchaus als Erfolg zu werten. Unerfahrene Anleger, die sich vor den Abzockern im Freiverkehr grundsätzlich schützen wollen, sollten dieses Segment ohnehin besser meiden.

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DatumRatingAnalyst
31.03.2025Deutsche Börse BuyDeutsche Bank AG
25.03.2025Deutsche Börse NeutralJP Morgan Chase & Co.
26.02.2025Deutsche Börse NeutralJP Morgan Chase & Co.
21.02.2025Deutsche Börse BuyDeutsche Bank AG
14.02.2025Deutsche Börse NeutralJP Morgan Chase & Co.
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31.03.2025Deutsche Börse BuyDeutsche Bank AG
21.02.2025Deutsche Börse BuyDeutsche Bank AG
13.02.2025Deutsche Börse KaufenDZ BANK
12.02.2025Deutsche Börse BuyDeutsche Bank AG
12.02.2025Deutsche Börse BuyWarburg Research
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25.03.2025Deutsche Börse NeutralJP Morgan Chase & Co.
26.02.2025Deutsche Börse NeutralJP Morgan Chase & Co.
14.02.2025Deutsche Börse NeutralJP Morgan Chase & Co.
14.02.2025Deutsche Börse Sector PerformRBC Capital Markets
13.02.2025Deutsche Börse NeutralGoldman Sachs Group Inc.
DatumRatingAnalyst
30.07.2020Deutsche Börse SellWarburg Research
15.07.2020Deutsche Börse SellWarburg Research
24.02.2020Deutsche Börse SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
04.12.2019Deutsche Börse SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
30.10.2019Deutsche Börse SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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