Euro am Sonntag

Hier stimmt was nicht! TomTom - Auf den Spuren von Kolumbus

24.11.15 03:00 Uhr

Hier stimmt was nicht! TomTom - Auf den Spuren von Kolumbus | finanzen.net

Navigation, das wusste schon Christoph Kolumbus, ist wichtig. Die Bedeutung hat im digitalen Zeitalter eher zugenommen.

Werte in diesem Artikel

von Jörg Lang, Euro am Sonntag

Zu wissen, wo man ist, wie lange es noch dauert, bis man am Ziel ankommt, und was genau dort zu finden ist, hat einen praktischen Nutzen und einen hohen ökonomischen Wert. Das macht die Hersteller von digitalem Kartenmaterial extrem interessant. Gut in Erinnerung ist noch der Bieterwettstreit um Nokias Geschäftsbereich Here, bei dem der Fahrdienstleister Uber gegen ein Autokonsortium um den Zuschlag buhlte. Am Ende mussten Audi, BMW und Daimler 2,8 Milliarden Euro dafür zahlen, dass sie in Sachen Navigation nicht vom Weg abkommen. Kein Wunder. Weltweit gibt es nur noch drei Anbieter von eigenem Kartenmaterial.

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Neben Here ist das Google, Dritter im Bunde ist TomTom. Der niederländische Konzern ist durch seine Navigationsgeräte bekannt. Die Basis von TomTom beruht auf dem Kartenmaterial von Tele Atlas. Die ehemalige Neue-Markt-Firma hatte TomTom 2007 für 2,9 Milliarden Euro übernommen.

Und hier wird es nun interessant. An der Börse wird TomTom nämlich nur mit 2,5 Milliarden bewertet. Das ist gemessen am Kaufpreis von Tele Atlas, aber auch im Vergleich zu Here, nicht viel. Zumal Experten fest behaupten, dass TomToms Lösung insbesondere im Zukunftsmarkt Telemetrie dem Angebot von Here überlegen sei. Diese Einschätzung wird durch den neuen Liefervertrag mit Uber für 300 Großstädte oder das Joint Venture mit Shell zum Flottenmanagement von Konzernen bestätigt.
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Dass die Aktie unter ihrem Potenzial gehandelt wird, liegt vor allem daran, dass die Großaktionäre, die knapp 60 Prozent kontrollieren, keine Verkaufsbereitschaft zeigen. Deren Zurückhaltung wird sich am Ende für alle Aktionäre auszahlen. Als letzter und unabhängiger Anbieter wird das Unternehmen immer Aufträge von denen bekommen, die nicht mit Autofirmen oder Google ins Geschäft kommen wollen. Und dürfte es einmal doch zu einem Bieterwettstreit um TomTom kommen, wird dieser auf einem deutlich höheren Niveau ausgetragen.
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Bildquellen: Kiselev Andrey Valerevich / Shutterstock.com, Infiniti

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Analysen zu TomTom N.V.

DatumRatingAnalyst
13.02.2013TomTom haltenUBS AG
01.11.2012TomTom holdING
31.10.2012TomTom neutralExane-BNP Paribas SA
29.10.2012TomTom neutralExane-BNP Paribas SA
25.07.2012TomTom sellDeutsche Bank AG
DatumRatingAnalyst
22.07.2011TomTom buyING
20.12.2010TomTom buyING
21.10.2010TomTom buyING
22.07.2010TomTom buyING
27.04.2010TomTom "overweight"Morgan Stanley
DatumRatingAnalyst
13.02.2013TomTom haltenUBS AG
01.11.2012TomTom holdING
31.10.2012TomTom neutralExane-BNP Paribas SA
29.10.2012TomTom neutralExane-BNP Paribas SA
25.07.2012TomTom neutralExane-BNP Paribas SA
DatumRatingAnalyst
25.07.2012TomTom sellDeutsche Bank AG
12.06.2012TomTom sellDeutsche Bank AG
29.10.2009TomTom sellSociété Générale Group S.A. (SG)
24.04.2009TomTom sellSociété Générale Group S.A. (SG)
25.02.2009TomTom sellSociété Générale Group S.A. (SG)

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