S&P senkt RWE auf BBB- - Aktie schließt mit kräftigem Minus

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Bonität des Versorgers RWE um eine Stufe auf BBB- gesenkt. Der Ausblick ist negativ.
Die Agentur bewertet das Geschäftsrisikoprofil des Unternehmens nicht mehr mit stark sondern mit zufriedenstellend.
Hintergrund ist die Empfehlung der Atomkommission zur Finanzierung des Atomausstiegs, was RWE mit knapp 6,5 Milliarden Euro belasten werde. Die Agentur bemängelt zudem, dass der geplante Börsengang des Geschäfts mit erneuerbaren Energien zwar positiv auf die Finanzlage des Konzerns wirken dürfte, jedoch die Cashflows aus Vermögenswerten, die stabile Gewinne erwirtschaften, verwässern könnte.
Der negative Ausblick sei sowohl den Umsetzungsrisiken des Börsengangs als auch den Unsicherheiten in Bezug auf die Anforderungen der Atomkommission geschuldet.
RWE-Anleger trennen sich am Dienstag vermehrt von ihren Investments. Die Aktie verlor im DAX zeitweise über 5 Prozent. Beim Erklingen der Schlussglocke war das Papier von RWE noch 11,85 Euro wert.
FRANKFURT (Dow Jones)
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