KI-Entwicklung

Angriff der KI-Agenten: Chinas neue Modelle fordern Google und NVIDIA heraus

19.02.26 03:33 Uhr

KI-Revolution schreitet voran: China vs. NASDAQ-Aktien Google & NVIDIA | finanzen.net

Im Kampf um die Vorherrschaft im boomenden KI-Sektor setzt China mit zahlreichen neuen Modellen ein Zeichen und fordert auch KI-Größen Google und NVIDIA immer stärker heraus.

• Wettrennen um KI-Vorherrschaft zwischen China und den USA
• Feierlichkeiten rund ums chinesische Neujahr als Katalysator
• ByteDance, Alibaba & Co. vs. NVIDIA, Google und Meta

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Das Wettrennen um die Vorherrschaft im KI-Rennen ist in vollem Gange. Neben den Platzhirschen aus den USA Google, Meta, NVIDIA & Co. hat die Volksrepublik China längst die Verfolgung aufgenommen. Dies wurde bereits im Januar 2025 deutlich, als Chipriese NVIDIA durch das Aufkommen des chinesischen KI-Startups DeepSeek und das dazugehörige KI-Modell DeepSeek-R1 einen kräftigen Dämpfer einstecken musste. So gab DeepSeek an mit seinem Modell eine ähnlich gute Leistung wie OpenAI anbieten zu können, bei deutlich geringeren Trainingskosten seiner Technologie. Zu der Zeiten hatten bereits zahlreiche US-Größen angekündigt milliardenschwere Investitionen in den KI-Sektor tätigen zu wollen - eine Tatsache, dessen Notwendigkeit nun in Frage stand.

Feierlichkeiten rund ums chinesische Neujahr als Katalysator

Auch wenn NVIDIA & Co. den DeepSeek-Schock anschließend verkraften konnten, hat sich China in Sachen KI-Modellen seither nicht ausgeruht. Tatsächlich, so berichtet TipRanks, haben chinesische KI-Firmen die Zeit genutzt, um eine neue Welle an KI-Modellen auf den Markt zu bringen und nutzen dabei die jüngsten Feiertage rund um das chinesische Neujahr, indem sie mithilfe von Cash-Geschenken und Belohnungen die Nutzung von Apps noch zusätzlich anfeuern.

Video-KI im Fokus

Während es mittlerweile zahlreiche KI-Modelle gibt, die mit Textrobotern und Bildgeneratoren arbeiten, rückt nun das Medium Video vermehrt in den KI-Fokus. So hat die chinesische TikTok-Mutter ByteDance erst letzte Woche mit Seedance 2.0 eine Video-KI lanciert, die laut Unternehmensangaben aus Texten, Bildern, Audio und Video gleichzeitig ein Video generieren kann, dass synchron mit dem Sound ist.

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Kurz darauf lancierte ByteDance zudem Doubao 2.0, eine Erweiterung des KI-Chatbots, der schon 2023 lanciert wurde, und der für die sogenannte "Agenten-Ära" erdacht ist und eigenständiger agiert, statt nur auf Eingaben zu reagieren.

Auch ByteDance war von dem Überraschungserfolg DeepSeeks kalt erwischt worden. Wie Reuters schätzt, dürfte es daher auch kein Zufall sein, dass der Launch von Doubao 2.0 noch vor dem mit Spannung eröffneten Start des neuen DeepSeek-Modells durchgeführt wurde.

Die Pro-Version des Modells umfasst komplexe Schlussfolgerungs- und mehrstufige Aufgabenausführungsfunktionen, die denen von OpenAI GPT 5.2 und Google Gemini 3 Pro entsprechen, während die Nutzungskosten laut Angaben des Unternehmens um etwa eine Größenordnung reduziert werden, schreibt das Nachrichtenportal. Mit 155 Millionen aktiven Nutzern pro Woche führt Doubao alle KI-Chatbot-Apps in China an, gefolgt von DeepSeek mit 81,6 Millionen, wie aus den neuesten Daten des Informationsanbieters QuestMobile hervorgeht, die Ende Dezember veröffentlicht wurden.

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Auch das chinesische KI-Unternehmen Kuaishou Technology nutzt die Feierlichkeiten rund um das chinesische Neujahr, um neue Produkte zu launchen. So hat das Unternehmen mit Kling AI 3.0 einen Generator auf den Markt gebracht, der Video und Audio zusammen erstellen kann. Zu den besonderen Eigenschaften, dass sich der Kamerawinkel selbstständig anpasst und die Clips bis zu 15 Sekunden lang sein können. Wie aus der zugehörigen Unternehmensmitteilung hervorgeht, könnte somit "jeder zum Regisseur werden".

Alibaba baut Textroboter aus

Auch der chinesische Amazon-Rivale Alibaba sitzt den KI-Trend nicht aus, sondern baut seinen Textroboter noch aus. So hat das Unternehmen mit RynnBrain Robotics AI auf seiner DAMO Academy laut Bloomberg ein Open-Source-Roboter-KI-Modell lanciert, dass für Aufgaben in der realen Welt gedacht ist. So kann das Modell Maschinen dabei helfen, sich durch unübersichtliche Räume zu bewegen und nach Unterbrechungen die Arbeit wieder aufzunehmen. Dies wird durch die Nutzung von Gedächtnis- und räumliche Fähigkeiten ermöglicht. Wie es von Alibaba selbst heißt, hätte das Modell in Benchmark-Bewertungen Googles Gemini Robotics-ER 1.5 und NVIDIAs Cosmos-Reason2 übertroffen, schreibt BingX.

Zudem hat Alibaba am 6. Februar bekannt gegeben, mit großangelegte Coupon-Werbeaktion zu starten, die darauf abzielt, mehr Nutzer für seine Qwen-KI-App zu gewinnen, mit der sie die Anreize nutzen können, um Speisen und Getränke direkt im Chatbot zu kaufen. In der Folge sprangen die täglichen aktiven Qwen-Nutzer laut QuestMobile von 7 Millionen auf 58 Millionen hoch, nur 23 Millionen weniger als die Zahlen von Doubao am selben Tag, berichtet Reuters.

Rennen um Large Language Modelle

Auch das Rennen um Large Language Modelle (LLMs) setzt sich weiter fort. Hier hat in der vergangenen Woche Zhipu AI ein Flaggschiff-Modell GLM 5 lanciert, welches laut Unternehmensangaben Spitzenwerte in den Bereichen Programmierung und Agentarbeit erzielt. Wie The Decoder schreibt, sei aus Chinas Sicht außerdem von Vorteil, dass das Modell nicht nur auf NVIDIA-GPUs, sondern unter anderem auch auf Chips des chinesischen Herstellers Huawei laufe, was der Thematik rund um US-Exportbeschränkungen zugutekomme.

Daneben hat das KI-Unternehmen MiniMax aus Shanghai am 12. Februar das offene Modell M2.5 herausgebracht, welches es in Geschwindigkeit mit Anthropics Claude Opus aufnehmen können soll - zu einem Bruchteil der Kosten, wie es vonseiten des Unternehmens heißt. So sei das Modell durch "intensives Reinforcement Learning in hunderttausenden komplexen realen Umgebungen" trainiert worden.

Angesichts dieser Entwicklungen bleibt abzuwarten, wie NVIDIA & Co. mit dem zunehmenden Druck seitens Chinas werden umgehen können.

Redaktion finanzen.net

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