Tesla-Aktie unter Druck: Früherer Tesla-Fan Ross Gerber zweifelt an Zukunft des Konzerns
• Tesla womöglich vor herausforderndem Jahr
• Ross Gerber äußert Bedenken
• Tesla-Aktie könnte etwa 50 Prozent an Wert verlieren
Ross Gerber, bekannt als früher Investor in Tesla, hat seine Meinung sowohl zu dem E-Autopionier als auch zu dessen Chef Elon Musk kräftig geändert. Mittlerweile ist der Experte eher pessimistisch eingestellt, nachdem er schon Mitte 2024 Tesla-Aktien im Wert von etwa 60 Millionen US-Dollar verkauft hatte. Insgesamt hat Gerber die Tesla-Anteile seines Unternehmens Gerber Kawasaki Wealth & Investment Management im vergangenen Jahr um 31 Prozent reduziert, wie regulatorischen Einreichungen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC zu entnehmen ist. Demnach besaß er Ende 2024 noch 262.000 Papiere des Elektroautobauers im Wert von rund 106 Millionen US-Dollar. Nach dem Wahlsieg Donald Trumps Ende vergangenen Jahres hatte Gerber außerdem prognostiziert, dass Elon Musks Verbindung zu dem US-Präsidenten sich kaum positiv auf das Unternehmen auswirken werde.
Tesla-Aktie unter Druck?
Hat sich die Tesla-Aktie an der NASDAQ im zurückliegenden Jahr noch um fast 63 Prozent verteuert auf schlussendlich 403,84 US-Dollar zum Jahresende, steht für das neue Jahr 2025 bislang ein Abschlag von rund 28 Prozent an der Kurstafel (Stand: Schlusskurs vom 26. Februar 2025).
Geht es nach Gerber, dürfte dieser Abwärtstrend auch weiterhin anhalten. Grund dafür seien eine hohe Bewertung, Sorgen um Teslas Fähigkeiten beim autonomen Fahren sowie die unvorhersehbaren Folgen von Elon Musks unberechenbarem Verhalten, wie der Mitgründer, Präsident und CEO von Gerber Kawasaki Wealth & Investment Management im Interview mit Business Insider anmerkte. Vor diesem Hintergrund könnte die Tesla-Aktie durchaus um weitere bis zu 50 Prozent sinken, prognostiziert Gerber.
Diverse Hürden
Der Experte ist der Meinung, dass die ehrgeizigen Ziele Elon Musks, ein autonomes Taxi-Netzwerk in Austin an den Start zu bringen, unrealistisch seien. Tesla verlasse sich hier auf Kameras, statt wie Waymo & Co. auf LIDAR-Sensoren zu setzen. Dies könnte zu erheblichen Sicherheitsproblemen führen, befürchtet Gerber. Sorgen machten dem Investor außerdem die Verkaufszahlen sowie der Wettbewerbsdruck. Und auch das unberechenbare Verhalten Elon Musks könnte zu Problemen führen, führte Gerber im Interview weiter an. Zudem kritisierte er Musks fehlenden Fokus auf Tesla, da er sich auf mehrere Unternehmen, darunter SpaceX und xAI, gleichzeitig konzentriere. Als schwierig sieht Gerber darüber hinaus auch Teslas Marktwert an - mit rund 1,09 Billionen US-Dollar sei der Elektroautokonzern vergleichsweise hoch bewertet.
Generell zeigen sich die Wall Street-Analysten jedoch uneinig. Wie aus Daten von TipRanks hervorgeht, empfehlen 13 von insgesamt 35 bewertenden Analysten die Tesla-Aktie zum Kauf, während 12 zum Halten raten. Dem gegenüber stehen 10 Verkaufsempfehlungen. Das durchschnittliche Kursziel für das Papier liegt derzeit bei 357,68 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von rund 23 Prozent bedeuten würde (Stand: 26. Februar 2025).
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: Nadezda Murmakova / Shutterstock.com, Josh Edelson/AFP/Getty Images, Scott Olson/Getty Images