MSCI World ETF oder Gratis-Aktie geschenkt: Starte jetzt kostenlos bei finanzen.net ZERO!

Aktien kaufen für Anfänger: Schritt-für-Schritt Anleitung zur ersten Aktie

Aktien kaufen für Anfänger bedeutet, ein Wertpapierdepot zu eröffnen, eine Strategie zu wählen und langfristig zu investieren. Diese Anleitung richtet sich gezielt an Anfänger ohne Vorkenntnisse und führt dich in 5 Schritten vom ersten Gedanken bis zur erfolgreichen Order.

Hand aufs Herz: Wenn du heute auf dein Girokonto oder Sparbuch schaust, hast du vermutlich nicht das Gefühl, dass dein Geld für dich arbeitet. Im Gegenteil. Die Inflation knabbert leise, aber unaufhörlich an deiner Kaufkraft. 100 Euro sind heute deutlich weniger wert als noch vor fünf Jahren.

Du kennst dieses nagende Gefühl, dass du dich endlich um das Thema Aktien kümmern solltest. Viele Einsteiger zögern jedoch aus Unsicherheit: Ist die Börse zu kompliziert? Brauche ich viel Kapital?

Die gute Nachricht ist: Der Einstieg in den Aktienmarkt ist heute so einfach wie nie zuvor. Alles, was du brauchst, ist ein klarer Prozess. Diese Anleitung nimmt dich an die Hand und führt dich ohne Fachchinesisch durch den gesamten Ablauf.

In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfährst du:

  • Wie du dein erstes Depot eröffnest und dabei die Kosten minimierst
  • Welche Strategie (Einzelaktien vs. ETFs) für Anfänger ohne Vorkenntnisse wirklich sinnvoll ist
  • Wie du die Order-Maske richtig bedienst und den Unterschied zwischen Limit vs Market Order verstehst
  • Wie du einen Aktiensparplan nutzt, um dein Risiko zu streuen und regelmäßig zu investieren
  • Welche steuerlichen Aspekte du beachten musst

Mit diesem Leitfaden legst du heute sicher den Grundstein für deinen langfristigen Vermögensaufbau, ganz ohne Vorwissen oder riesiges Startkapital.

Aktien kaufen für Anfänger: In 5 Schritten zur ersten Aktie

  1. Erstes Depot eröffnen: Wähle einen günstigen Anbieter aus unserem Broker Vergleich 2026, um die Kosten gering zu halten
  2. Geld einzahlen: Überweise dein Startkapital auf das Verrechnungskonto deines Brokers
  3. Aktie auswählen: Suche nach WKN/ISIN und lerne, die spezifischen Risiken zu verstehen
  4. Orderart festlegen: Nutze vorzugsweise eine Limit-Order
  5. Kauf bestätigen: Investiere langfristig oder richte direkt einen Aktiensparplan ein

Mit dieser Anleitung zur ersten Aktie bist du optimal vorbereitet, um mit Vertrauen in den Aktienmarkt einzusteigen. Und falls du unsicher bist, welcher Anbieter sich wirklich lohnt, findest du weiter unten den ausführlichen Broker Vergleich 2026.

Schritt 1: Wertpapierdepot bei einem Online-Broker eröffnen

Um mit dem Aktienkauf zu starten, benötigst du ein Wertpapierdepot. Es fungiert als dein digitales Lagerhaus, in dem Aktien, ETFs und Fonds sicher verwahrt werden. Da ein normales Girokonto nur für den Zahlungsverkehr dient, ist das Depot die zwingende technische Voraussetzung für den Zugang zur Börse. Ein erstes Depot eröffnen kannst du heute bequem in wenigen Minuten online.

Worauf Anfänger bei der Depotwahl wirklich achten müssen

Damit die Rendite nicht durch unnötige Kosten geschmälert wird, sollten Einsteiger auf drei Kriterien achten:

  • 0 € Depotführungsgebühr: Das Depot sollte kostenlos sein, auch wenn du mal nicht handelst.
  • Niedrige Ordergebühren: Besonders bei kleinen Beträgen fressen hohe Provisionen deinen Gewinn auf.
  • Intuitive Bedienung: Eine übersichtliche App schützt vor Fehlern bei der Order-Eingabe.

Broker Vergleich 2026: Filialbank vs. Neo-Broker

Viele Anfänger begehen den Fehler, ihr Depot bei der Hausbank zu eröffnen. Unser Broker Vergleich 2026 zeigt jedoch: Neo-Broker sind für Privatanleger fast immer die bessere Wahl.

Rechenbeispiel für einen 50 € Sparplan:

  • Klassische Filialbank: Die Bank verlangt 2,50 Euro pro Ausführung plus eine jährliche Depotgebühr von 30 Euro. Von deinen 50 Euro fließen also sofort 5 Prozent (!) an die Bank. Deine Anlage startet mit ca. 5 % Verlust
  • Neo-Broker: Du zahlst 0 Euro Depotgebühr und 0 Euro für den Sparplan. Deine 50 Euro landen zu 100 Prozent im Markt und arbeiten ab der ersten Sekunde für dich

Die Empfehlung für Einsteiger: Kostenlose Neo-Broker

Anbieter wie finanzen.net ZERO eliminieren klassische Kostenfallen. Der Broker wurde mehrfach als Kostensieger (u.a. von Stiftung Warentest ausgezeichnet, verzichtet auf teure Filialnetze und bietet den Handel per App und schlanker Webseite an. Hier handelst du Aktien und ETFs für 0 Euro Ordergebühren (zzgl. marktüblicher Spreads) und kannst Aktien sparpläne bereits ab 1 Euro einrichten. Durch den Wegfall der Gebühren profitierst du langfristig maximal vom Zinseszinseffekt – ein Unterschied, der über Jahrzehnte mehrere tausend Euro ausmachen kann.

Hier siehst du im Broker Vergleich 2026 auf einen Blick, warum moderne Anbieter für Einsteiger meist sinnvoller sind:

Kriterium Filialbank Neo-Broker
Kosten / Order 10 € – 30 € 0 € – 1 €
Depotführung Kostenpflichtig Kostenlos
Geeignet für Beratungsbedarf Selbstentscheider

Eröffne dein Depot bei einem Anbieter, der keine laufenden Fixkosten verursacht. Die Anmeldung funktioniert heute bequem per Video-Ident über das Smartphone und dauert meist keine 10 Minuten. Damit ist die technische Basis gelegt.

Handelsplatz wählen: Börse vs. Direkthandel erklärt

Sobald du dein erstes Depot eröffnest, musst du entscheiden, an welchem Handelsplatz du kaufst. In Deutschland unterscheidet man primär zwei Wege:

  1. Klassischer Börsenhandel (z. B. Xetra, Frankfurt): Dies ist der regulierte Referenzmarkt. Er bietet höchste Transparenz, verursacht aber oft zusätzliche Börsengebühren (Courtage).
  2. Direkthandel (z. B. gettex, Lang & Schwarz): Hier handelst du direkt mit einem Partner (außerbörslich). Dieser Weg ist meist schneller und günstiger, weshalb Neo-Broker aus unserem Broker Vergleich 2026 ihn bevorzugen.

Warum der Handelsplatz für Anfänger wichtig ist

Moderne Broker wie finanzen.net ZERO nutzen primär den Direkthandel (über gettex in München). Das hat für dich zwei entscheidende Vorteile:

  • Geringe Kosten: Da keine externen Börsengebühren anfallen, sind die Depot eröffnen Kosten niedriger – oft kaufst du für 0 Euro Ordergebühr.
  • Längere Handelszeiten: Während Xetra um 17:30 Uhr schließt, kannst du im Direkthandel oft von 08:00 bis 22:00 Uhr agieren – ideal für Berufstätige.

Achte darauf, bevorzugt während der Xetra-Öffnungszeiten (09:00 bis 17:30 Uhr) zu handeln. Auch im Direkthandel sind die Spreads (Preisunterschiede) dann am geringsten, da sich die Kurse am Referenzmarkt orientieren.

Checkliste: Das brauchst du zur Depoteröffnung

Die Depoteröffnung geht heute komplett digital und dauert meist weniger als 15 Minuten. Lege dir folgende Unterlagen dazu bereit:

  • Smartphone oder Webcam: Für das Video-Ident-Verfahren zur Bestätigung deiner Identität
  • Gültiger Ausweis: Personalausweis oder Reisepass
  • Steuer-Identifikationsnummer: Diese findest du auf deinem letzten Einkommensteuerbescheid oder auf deiner Lohnabrechnung (wichtig: Steuer-ID, nicht die Steuernummer)
  • Referenzkonto: Die IBAN deines normalen Girokontos, von dem du das Geld zum Investieren überweist
  • Sobald du den Antrag ausgefüllt und dich per Video legitimiert hast, erhältst du meist nach kurzer Zeit Zugriff auf dein Depot.

Schritt 2: Geld auf das Verrechnungskonto einzahlen

Sobald dein Depot eröffnet ist, musst du dein Startkapital bereitstellen. Bevor du eine Aktie kaufen kannst, muss das Geld auf deinem Verrechnungskonto liegen.

Was ist ein Verrechnungskonto?

Dieses Konto wurde automatisch mit deinem Depot eröffnet und fungiert als finanzielle Drehscheibe. Überweise deinen Wunschbetrag einfach per SEPA-Überweisung von deinem Girokonto. Viele Broker bieten mittlerweile Echtzeit-Überweisungen an, sodass du sofort handlungsfähig bist. Jedes Mal, wenn du eine Aktie kaufst, wird der Betrag von hier abgezogen; verkaufst du später mit Gewinn, landet das Geld wieder genau dort.

So überweist du dein Kapital richtig

Um Geld einzuzahlen, nutzt du dein bei der Anmeldung hinterlegtes Referenzkonto (in der Regel dein ganz normales Girokonto).

  1. IBAN finden: In der App oder im Web-Interface deines Brokers findest du unter dem Punkt „Einzahlen“ oder „Konto“ die IBAN deines Verrechnungskontos
  2. Überweisung tätigen: Überweise deinen Wunschbetrag per SEPA-Überweisung. Es gibt bei modernen Brokern meist keine Mindesteinzahlung – du kannst also auch mit kleinen Beträgen (z. B. 50 € oder 100 €) starten
  3. Echtzeit-Überweisung nutzen: Viele Neobroker unterstützen mittlerweile Echtzeit-Überweisungen. Das ist ein riesiger Vorteil für dich: Dein Geld ist innerhalb von Sekunden auf dem Handelskonto verfügbar und du kannst sofort auf aktuelle Marktbewegungen reagieren, ohne tagelang auf den Bankeinzug warten zu müssen.

Aus Gründen des Einlegerschutzes und zur Vermeidung von Geldwäsche akzeptieren Broker in Deutschland meist nur Einzahlungen von Konten, die auf deinen eigenen Namen laufen. Achte also darauf, dass der Absender der Überweisung identisch mit dem Depotinhaber ist.
Sobald dein Guthaben in der Depot-Übersicht angezeigt wird, bist du bereit für den spannendsten Teil: Die Auswahl deiner ersten Aktie.

Schritt 3: Aktie auswählen und per WKN oder ISIN suchen

Bei weltweit über 40.000 börsennotierten Unternehmen fühlen sich viele Einsteiger überfordert. Wenn du dein erstes Depot eröffnen willst, hilft dir die goldene Regel von Investment-Legende Peter Lynch: „Kaufe nur, was du verstehst.“

Der 60-Sekunden-Schnellcheck für deine erste Aktie

Bevor du investierst, solltest du als Anfänger ohne Vorkenntnisse diese drei Punkte prüfen:

1. Das Geschäftsmodell verstehen

Der häufigste Anfängerfehler ist das blinde Folgen von „heißen Tipps“. Investiere stattdessen nur in Unternehmen, deren Produkte du verstehst. Wer das Geschäftsmodell begreift, gerät bei Kursschwankungen nicht in Panik.

Dein 3-Punkte-Check für die Auswahl:

  • Alltagsrelevanz: Nutzt du das Produkt selbst (z. B. Apple, Microsoft, L’Oréal)?
  • Einfachheit: Kannst du das Geschäftsmodell in drei Sätzen erklären?
  • Nachhaltigkeit: Wird das Unternehmen auch in 10 Jahren noch gebraucht?
💡 Gut zu wissen

Tipp: Ist dir die Analyse einzelner Firmen zu aufwendig? Dann ist ein ETF-Sparplan auf einen weltweiten Index die sicherere Alternative.

2. Der Gewinn-Check: Ist die Firma profitabel?

Gewinn beweist, dass ein Geschäftsmodell funktioniert. Meide als Einsteiger unrentable Firmen („Zocker-Aktien“). Investiere nur, wenn nach Abzug aller Kosten Geld übrig bleibt.
Prüfe diese 3 Punkte in den Finanzdaten (z. B. bei Finanzen.net unter dem Reiter „Bilanz/GuV“):

  • Status Quo: Schreibt das Unternehmen aktuell schwarze Zahlen?
  • Trend: Sind die Gewinne über die letzten Jahre stabil oder sogar gestiegen?
  • Stabilität: Etablierte Konzerne müssen konstante Gewinne liefern. Bei jungen Firmen sind Schwankungen okay, solange der Trend klar nach oben zeigt

3. Dividenden: Passives Einkommen aufbauen

Eine Dividende ist eine Gewinnausschüttung des Unternehmens an dich als Aktionär. Für viele Anfänger ist dieser regelmäßige Cashflow (passives Einkommen) der Hauptgrund für ein Investment. Regelmäßige Ausschüttungen sind oft ein starkes Qualitätsmerkmal für ein reifes, stabiles Geschäftsmodell und zeigen, dass das Unternehmen echten Cashflow generiert. Aber Achtung: Dividenden sind freiwillig und können jederzeit gekürzt werden.

Vorsicht vor der „Dividendenfalle“
Lass dich nicht von extrem hohen Dividendenrenditen blenden. Eine ungewöhnlich hohe Prozentzahl resultiert oft aus einem stark gefallenen Aktienkurs (z. B. wegen Unternehmenskrisen).

Der 3-Punkte-Check für Dividenden-Aktien:

  1. Kontinuität: Zahlt die Firma die Dividende bereits seit vielen Jahren zuverlässig und wurde sie vielleicht sogar jährlich gesteigert? (Stichwort: Dividenden-Aristokraten)
  2. Ausschüttungsquote (Payout Ratio): Werden maximal 40–70 % des Gewinns ausgeschüttet? Es muss genug Geld für Investitionen im Unternehmen bleiben
  3. Marktvergleich: Ist die Rendite unrealistisch hoch im Vergleich zur Branche (z. B. > 10 %), ist das oft ein Warnsignal
💡 Gut zu wissen

Steuer-Tipp: Nutze deinen Sparer-Pauschbetrag! Richte einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker ein, um bis zu 1.000 € Dividenden pro Jahr steuerfrei zu kassieren.

Wichtige Kennzahl: Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist die wichtigste Kennzahl für den Einstieg. Es setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn pro Aktie. Vereinfacht gesagt: Es zeigt an, nach wie vielen Jahren das Unternehmen den Kaufpreis durch seine Gewinne theoretisch wieder „verdient“ hätte.

Faustregel zur Bewertung:

Niedriges KGV (< 15): Die Aktie gilt oft als günstig bewertet (Value) Hohes KGV (> 30): Der Markt erwartet extremes Wachstum. Das Risiko für Kursrückschläge ist hier deutlich höher

⚠️ Wichtig

Achtung: Ein niedriges KGV ist kein Kauf-Garant! Es kann auch signalisieren, dass der Markt Probleme erwartet (z. B. sinkende Gewinne). Verlasse dich nie auf eine einzelne Zahl.

So wendest du das KGV richtig an:

1. Branchenvergleich: Vergleiche das KGV immer nur innerhalb derselben Branche (z. B. Autohersteller mit Autoherstellern, nicht mit Tech-Firmen).
2. Gewinn-Trend: Prüfe, ob die Gewinne steigen. Sinkende Gewinne lassen ein niedriges KGV schnell trügerisch erscheinen.

Die goldene Regel: Diversifikation (Risikostreuung)

Bevor du kaufst, beachte das wichtigste Gesetz der Börse: Setze niemals alles auf eine Karte. Diversifikation bedeutet, dein Kapital breit zu verteilen, um das sogenannte Klumpenrisiko zu vermeiden. Denn selbst das beste Unternehmen kann in eine Krise geraten.

So baust du ein sicheres Portfolio auf
Um Kursschwankungen abzufedern, solltest du dein Depot auf drei Ebenen streuen:

  • Branchen-Streuung: Investiere nicht nur in einen Trend, z. B. Tech-Aktien oder in die Automobilindustrie. Mische verschiedene Sektoren wie Gesundheitswesen, Konsumgüter, Technologie und Energie
  • Geografische Streuung: Vermeide den sogenannten „Home Bias“ (die Neigung, nur deutsche DAX-Aktien zu kaufen). Die Weltwirtschaft spielt vor allem in den USA und Schwellenländern, dein Depot sollte das widerspiegeln
  • Unternehmensgröße: Kombiniere etablierte Weltkonzerne (Blue Chips) mit kleineren, wachstumsstarken Firmen.

Die 5-Prozent-Regel
Eine bewährte Faustformel für Anfänger: Eine einzelne Aktie sollte langfristig maximal 5 % deines Gesamtdepots ausmachen. Bricht dieser Kurs ein, bleibt dein Gesamtvermögen geschützt.

💡 Gut zu wissen

Unser Rat für den Start: Deine erste Aktie ist der erste Stein deines Fundaments. Es ist völlig okay, mit einem Unternehmen anzufangen, das du verstehst. Aber mache es dir zum Ziel, dein Depot über die nächsten Monate Stück für Stück zu erweitern.

Die Abkürzung: ETFs (Exchange Traded Funds)

Wenn du sofort in hunderte oder tausende Unternehmen gleichzeitig investieren willst, um das Risiko einer einzelnen Aktie komplett auszuschalten, ist ein ETF Exchange Traded Fund die bessere Wahl. Er übernimmt die Diversifikation automatisch für dich.

💡 Gut zu wissen

Was ist ein ETF? Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der einen Index nachbildet.

Statt mühsam die „Nadel im Heuhaufen“ (die eine Gewinner-Aktie) zu suchen, kaufst du mit einem ETF einfach den ganzen Heuhaufen. Im nächsten Schritt zeigen wir dir, wie du die Aktie im Broker eindeutig identifizierst und Verwechslungen ausschließt.

Die Aktie nach WKN oder ISIN suchen

Jede Aktie ist eindeutig über eine Wertpapierkennnummer (WKN) oder ISIN identifizierbar.
Suche deine Wunsch-Aktie im Broker niemals nur über den Namen, sondern immer über ihre eindeutige Kennnummer. Firmennamen sind oft ähnlich.
Ein klassischer Anfängerfehler: Wer nur „Ford“ eingibt, landet oft nicht beim bekannten Autobauer, sondern bei einer völlig anderen Firma.

Um diesen Fehler zu vermeiden, nutze den „Fingerabdruck“ der Aktie.

Die drei wichtigen Kennnummern im Überblick

Damit du weißt, wonach du suchen musst, hier die Unterscheidung der gängigen Nummern. Für dich als Anleger in Deutschland ist vor allem die ISIN wichtig.

  • ISIN (International Securities Identification Number): Der Goldstandard. Eine 12-stellige Kombination (z. B. beginnend mit „DE“ oder „US“), die das Wertpapier weltweit eindeutig identifiziert
  • WKN (Wertpapierkennnummer): Der deutsche Standard (6-stellig). Funktioniert bei deutschen Brokern tadellos, ist international aber unbekannt
  • Ticker-Symbol: Ein kurzes Kürzel (z. B. „AAPL“ für Apple). Es wird meist an US-Börsen genutzt, ist für die präzise Suche im deutschen Broker aber zu ungenau

Praxis-Tipp: Die „Copy & Paste“-Methode
Verlasse dich nicht auf deine Tippkünste. So gehst du auf Nummer sicher:

  • Öffne ein Finanzportal (wie Finanzen.net) und rufe das Profil deiner Wunsch-Aktie auf
  • Kopiere dort die ISIN (meist oben im Kopfbereich zu finden)
  • Wechsle in die App deines Brokers (z. B. Finanzen.net ZERO)
  • Füge die ISIN in die Suchmaske ein

Der Broker zeigt dir nun exakt das richtige Wertpapier an. Wähle es aus. Nun befindest du dich in der Ordermaske. Bevor du jetzt auf „Kaufen“ klickst, müssen wir noch zwei Dinge klären, die über deine Kosten entscheiden: Handelsplatz und Orderart.

Der Aktiensparplan: Dein Autopilot zum Vermögensaufbau

Die häufigste Anfängerfrage lautet: „Wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Kaufen?“ Die Antwort: Vergiss das Market Timing. Niemand kann Kursentwicklungen sicher vorhersagen.

Die Lösung: Automatisiere deinen Erfolg

Statt auf den perfekten Moment zu warten, richte einen Aktiensparplan ein. Er funktioniert wie ein Dauerauftrag: Dein Broker investiert monatlich einen festen Betrag (z. B. 25 €) für dich.

Das verschafft dir zwei massive Vorteile:

1. Psychologie (Disziplin): Du kaufst automatisch, auch wenn die Kurse fallen und Angst herrscht. Das schützt dich vor emotionalen Fehlentscheidungen.

2. Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt): Da deine Sparrate gleich bleibt, kaufst du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Das glättet langfristig deinen Einstiegspreis

💡 Gut zu wissen

Start-Tipp: Du brauchst kein Vermögen. Bei Neobrokern wie finanzen.net ZERO kannst du Sparpläne oft schon ab 1 Euro einrichten.

Bruchstücke & Kleingeld: Investieren ab 1 Euro

Früher lohnten sich Aktieninvestments oft erst ab hohen Summen, weil die Gebühren sonst die Rendite auffraßen. Dank moderner Broker sind teure Aktienkurse kein Hindernis mehr. Du musst keine ganze Microsoft-Aktie für hunderte Euro kaufen. Die Lösung heißt Aktienbruchteile (Fractional Shares).

So funktioniert es:
Im Sparplan kaufst du für dein festes Budget (z. B. 25 €) einfach Teil-Aktien. Du erhältst dann z. B. 0,15 Anteile ins Depot gebucht. Du profitierst damit ab dem ersten Euro voll von Kursgewinnen und Dividenden (anteilig).

Bei Anbietern wie finanzen.net ZERO kannst du Aktiensparpläne schon ab 1 Euro starten, ohne Ordergebühren (zzgl. Spreads). Die Raten lassen sich jederzeit anpassen oder pausieren.

Der einfache Weg:
Viele Apps wie Finanzen.net ZERO zeigen dir beliebte Sparpläne direkt an.

Du kannst einen dieser Sparpläne mit wenigen Klicks direkt einrichten oder über die Suchmaske gezielt nach deiner Wunschaktie suchen und den Sparplan sofort starten.

Das Prinzip ist simpel:
Auswählen → Betrag eingeben → Besparen. Keine komplexen Umwege.

💡 Gut zu wissen

Profi-Tipp: Richte den Sparplan so ein, dass er kurz nach deinem Gehaltseingang ausgeführt wird (z. B. am 1. oder 5. des Monats). Nach dem Motto „Bezahle dich selbst zuerst“ wächst dein Vermögen im Hintergrund, bevor du das Geld für Konsum ausgeben kannst. Das ist der wahre Autopilot für deine Finanzen.

Vielleicht möchtest du nicht nur den Sparplan nutzen, sondern auch einmalig Geld investieren? Genug der Theorie. Gehen wir in die Praxis. Wie kaufst du nun konkret deine erste Aktie per Einmal-Order?

Schritt 4: Kaufdetails festlegen – Handelsplatz und Stückzahl

Jetzt entscheidest du, wo und wie du kaufen willst. Nachdem du die richtige Aktie ausgewählt hast, musst du festlegen, wo du sie kaufst und wie viele Anteile in deinem Depot landen sollen. In Deutschland nutzt du am besten Handelsplätze wie Gettex oder Lang & Schwarz während der Xetra-Öffnungszeiten (9:00 bis 17:30 Uhr), um den günstigsten Preis (Spread) zu erhalten. Gib die gewünschte Stückzahl ein und achte darauf, dass dein Guthaben ausreicht.

1. Den Handelsplatz wählen

Der Handelsplatz ist der digitale Ort, an dem Käufer und Verkäufer zusammenkommen. In Deutschland gibt es mehrere Börsenplätze, darunter Xetra (der wichtigste Referenzmarkt der Deutschen Börse), Tradegate oder Gettex (Börse München).
Bei vielen modernen Brokern (wie Finanzen.net Zero) ist der Handelsplatz oft voreingestellt (z. B. auf Gettex), um dir Gebühren zu sparen. Das ist bequem, birgt aber ein Risiko: den Spread.

Achtung vor dem Spread (Die versteckten Kosten)

Der Spread (Geldbriefspanne) ist die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs einer Aktie, weil der Handelsplatz für seine Dienstleistung eine Marge einbehält.

  • Ist viel los an der Börse (hohe Liquidität), ist der Spread winzig (gut für dich)
  • Ist die Börse eigentlich zu (z. B. abends oder am Wochenende), wird der Spread riesig, um das Risiko des Händlers abzudecken (teuer für dich)

Handle also immer nur dann, wenn die Hauptbörsen geöffnet sind. Dann sind die Kurse fair und der Spread minimal.

  • Deutsche/Europäische Aktien: Werktags zwischen 09:00 und 17:30 Uhr (Xetra-Öffnungszeiten)
  • US-Aktien: Werktags zwischen 15:30 und 22:00 Uhr (Wall Street Öffnungszeiten)

Vermeide Käufe am Wochenende oder spät abends. Auch wenn Neobroker wie Finanzen.net ZERO keine Ordergebühren verlangen, würdest du durch den schlechteren Kurs unnötig Geld verlieren.

2. Die Stückzahl festlegen

Gib im Feld „Stückzahl“ ein, wie viele Aktien du kaufen möchtest. Das System zeigt dir sofort die voraussichtliche Gesamtsumme an. Achte darauf, dass dein Verrechnungskonto gedeckt ist.

Ganze Stücke vs. Bruchstücke (Fractional Shares)

  • Ganze Aktien: Der Standard bei Einzelkäufen (z. B. 5 Apple-Aktien)
  • Bruchstücke (Fractional Shares): Bei manchen Brokern kannst du auch z. B. für glatt 500 € kaufen und erhältst dann krumme Anteile (z. B. 3,4 Stück). Fractional Shares ermöglichen es Kleinanlegern, auch mit geringem Kapital in teure Werte zu investieren

Alles geprüft? Bevor du jetzt klickst, stopp! Die Standard-Einstellung „Billigst“ kann gefährlich sein. Im nächsten Schritt zeigen wir dir die einzige Orderart, die du als Anfänger nutzen solltest.

Schritt 5: Orderart wählen (Limit vs. Market) und Kauf bestätigen

Hier ist das Thema Limit vs Market Order erklärt. Bevor du den Kauf endgültig bestätigst, musst du die Orderart prüfen. Hier passiert der häufigste Fehler, der Anfänger unnötig Geld kostet: Die Nutzung der Standardeinstellung „Market“ (oft „Billigst“ genannt).

Lass dich nicht vom Begriff „Billigst“ (oft Standardeinstellung) täuschen. In der Börsensprache bedeutet das nicht „günstig“, sondern „um jeden Preis“.

Der Vergleich: Kontrolle vs. Risiko

  • Market Order (Billigst): Eine Market Order ist ein unlimitierter Kaufauftrag, weil sie dem Broker den Befehl gibt: „Kaufe die Aktie sofort, egal was sie gerade kostet.“
  • Limit Order: Eine Limit Order ist ein Kaufauftrag mit eingebautem Sicherheitsnetz, weil du einen maximalen Preis festlegst, den du bereit bist zu zahlen.

Vergleich der Orderarten

Orderart Funktion Risiko Empfehlung
Market Order (Billigst) Kaufe sofort, egal was es kostet Du zahlst bei Kurssprüngen evtl. viel mehr als angezeigt Wenn es schnell gehen muss
Limit Order Kauf nur bis zu einem maximalen Preis Kein Risiko. Du hast volle Kostenkontrolle Empfehlung für Anfänger!

Warum „Market“ gefährlich ist:
Stell dir vor, der Kurs springt für Millisekunden nach oben. An der Börse passiert das durch sogenannte „Fat Finger Errors“ (Tippfehler großer Händler) oder kurzfristig fehlende Angebote. Mit einer Market Order kaufst du genau an der Spitze. Mit einem Limit kaufst du gar nicht. Das Limit ist dein Airbag.

So setzt du das Limit richtig:
Setze dein Limit immer wenige Cent über den aktuellen Kurs (z. B. Kurs: 50,00 € → Limit: 50,10 €).

💡 Gut zu wissen

Warum sollte das Limit etwas höher sein? Deine Order wird sofort ausgeführt (weil dein Limit reicht), aber du hast die Garantie, niemals mehr als diese 50,10 € zu zahlen.

Überprüfe alle Angaben sorgfältig und bestätige den Kauf. Erst jetzt wird die Order an die Börse weitergeleitet. Sobald die Order ausgeführt ist, bist du offiziell Aktionär.

So erstellst Du deine erste Limit-Order:

  1. Gib die entsprechende ISIN ins Suchfeld ein
  2. Klicke entweder auf das grüne Feld „kaufen“ oder auf das rote Feld „verkaufen“, um zur Orderansicht zu gelangen
  3. In diesem Fenster kannst du durch Klicken auf „Limit“ eine Limit-Order erteilen
  4. Klicke anschließend auf „Order prüfen“
  5. Nachdem du auf „Order prüfen“ geklickt hast, wird die die Kosteninformation in dein Postfach eingestellt
  6. Mit „Order kostenpflichtig aufgeben” gibst du die entsprechende Order auf
💡 Gut zu wissen

Kosten-Faustformel: Vermeide bei klassischen Banken Einzelkäufe unter 1.000 Euro, da die fixen Gebühren prozentual zu viel Rendite fressen. Für kleinere Summen sind kostenlose Sparpläne oder Neobroker (0 € Ordergebühr) die mathematisch bessere Wahl.

Der Kosten-Check: Gebühren & TER verstehen

Vor dem Kauf zeigt dir der Broker gesetzlich verpflichtend eine Kostenübersicht. Lass dich nicht verwirren, relevant sind nur zwei Kategorien:

1. Einmalige Kosten (beim Kauf/Verkauf)
Diese fallen nur an, wenn du handelst.

  • Ordergebühr: Die Provision des Brokers. Bei Filialbanken oft 10–30 €, bei Neobrokern (z. B.finanzen.net ZERO) meist 0 €.
  • Handelsplatzgebühr: Börsen wie Xetra verlangen oft Zusatzgebühren. Im Direkthandel (z. B. Gettex) entfallen diese meist.

2. Laufende Kosten (Haltekosten, bei ETFs und Fonds)
Wenn du Einzelaktien (z. B. eine Apple-Aktie) kaufst, kostet das Halten im Depot meist 0 Euro. Bei ETFs ist das anders, denn im Hintergrund arbeiten Fondsmanager oder Computer, die den Index nachbilden.

Das TER (Total Expense Ratio) ist die Gesamtkostenquote eines ETFs pro Jahr. Sie liegt bei Welt-ETFs meist sehr niedrig zwischen 0,15 % und 0,25 %. Die TER wird unsichtbar und automatisch jeden Tag vom Kurswert des ETFs abgezogen. Deine Rendite ist also das, was nach Abzug dieser Kosten übrig bleibt

💡 Gut zu wissen

Achte primär auf die Ordergebühren (hier kannst du durch die Wahl eines Neo-Brokers massiv sparen) und bei ETFs auf eine niedrige TER (unter 0,5 %).

Nach dem Kauf: Steuern und Psychologie

Glückwunsch, du bist offiziell Aktionär! Jetzt wunderst du dich vielleicht über zwei Dinge: Das Geld ist noch auf dem Konto, oder die Aktie zeigt direkt ein rotes Minus an. Beides ist völlig normal. Wir klären jetzt die technischen und steuerlichen Hintergründe, damit du entspannt bleibst.

1. Das Settlement: Die T+2 Regel
Auch wenn die Aktie sofort im Depot erscheint, wird das Geld oft erst später vom Verrechnungskonto abgebucht. Das liegt am globalen Börsenstandard.

An den meisten europäischen Handelsplätzen gilt die sogenannte T+2 Regel („Trade Date plus 2 Tage“). Wenn du beispielsweise an einem Montag Aktien kaufst, gehören sie dir zwar rein wirtschaftlich sofort, aber der rechtliche Eigentumsübergang sowie der tatsächliche Geldfluss finden erst zwei Bankarbeitstage später, also am Mittwoch statt.

💡 Gut zu wissen

Settlement (oder Valutierung) bezeichnet die tatsächliche Abwicklung eines Wertpapiergeschäfts, weil an der Börse das Verpflichtungsgeschäft (der Klick auf Kaufen) und das Erfüllungsgeschäft (Geld gegen Ware) zeitlich getrennt sind.

Wichtig für dein Verständnis ist dabei, dass der Preis exakt in der Sekunde deines Klicks fest eingeloggt wird. Kursschwankungen während dieser zweitägigen Verbuchungsphase sind für deinen Einstiegspreis also vollkommen irrelevant.

2. Der „Sofort-Verlust“: Achtung Spread
Warum ist die Position kurz nach dem Kauf oft rot? Das ist meist kein Kurssturz, sondern ein technischer Effekt des Spreads.

Du kaufst eine Aktie immer zum (etwas höheren) Briefkurs, in der Depotübersicht wird sie aber zum aktuellen, niedrigeren Geldkurs bewertet. Du startest rechnerisch also fast immer mit einem leichten Minus. Das ist ein rein technischer Effekt.

3. Buchverlust vs. Realer Verlust
Dazu kommt die ganz normale Volatilität der Börse. Dieser Begriff bezeichnet die Schwankungsbreite der Kurse, die sich durch Angebot und Nachfrage im Sekundentakt ändern.

Verinnerliche daher frühzeitig eine wichtige Lektion: Ein rotes Minus im Depot ist zunächst nur ein Buchverlust (ein theoretischer Wert). Real wird dieser Verlust, wenn du die Nerven verlierst und verkaufst. Erst dann ist das Geld wirklich weg.

💡 Gut zu wissen

Profi-Mindset: Als Investor hast du Anteile an einem echten Unternehmen gekauft, nicht bloß einen blinkenden Preis. Gewöhne dir deshalb an, nicht stündlich ins Depot zu schauen, um emotionale Kurzschlussreaktionen zu vermeiden.

Steuern & Freistellungsauftrag: So bleiben 1.000 € steuerfrei

Das Wort „Steuererklärung“ löst bei den meisten von uns sofortigen Fluchtinstinkt aus.
Die gute Nachricht vorweg: Wenn du dein Depot bei einem deutschen Broker (wie einer Sparkasse, Comdirect oder finanzen.net ZERO führst, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Du musst dich nämlich um fast nichts kümmern.

1. Die Steuer-Automatik (Abgeltungsteuer)
Auf Gewinne und Dividenden fallen in Deutschland pauschal 25 % Abgeltungsteuer (+ Soli & ggf. Kirchensteuer) an. Deutsche Broker sind gesetzlich verpflichtet, diesen Betrag direkt ans Finanzamt abzuführen.

Das Geld, das auf deinem Konto landet, gehört also zu 100 Prozent dir. Du musst diese Gewinne in der Regel nicht mehr in deiner Steuererklärung angeben.

⚠️ Achtung vor Auslands-Brokern: Viele ausländische Trading-Apps bieten diesen Service nicht. Dort musst du Gewinne selbst versteuern – ein Albtraum für Anfänger. Bei finanzen.net ZERO läuft alles automatisch nach deutschem Steuerrecht.

2. Dein Geschenk: Der Sparer-Pauschbetrag
Der Staat gewährt dir einen Freibetrag. Erst wenn deine Gewinne und Dividenden diesen überschreiten, werden Steuern fällig.

  • Singles: 1.000 € Gewinn pro Jahr sind steuerfrei
  • Ehepaare: 2.000 € Gewinn pro Jahr sind steuerfrei

Anleitung: Freistellungsauftrag einrichten (Dauer: 2 Minuten)
Damit dein Broker weiß, dass er keine Steuern abziehen soll, musst du einmalig einen sogenannten Freistellungsauftrag einrichten.

  1. Logge dich in dein Depot ein (meist im Menüpunkt „Verwaltung“ oder „Steuern“)
  2. Erteile einen Freistellungsauftrag über die vollen 1.000 Euro (oder splitte den Betrag, falls du mehrere Depots hast)
  3. Fertig. Ab sofort landen die ersten 1.000 Euro Gewinn brutto für netto auf deinem Konto

Das deutsche System macht es Anlegern sehr einfach. Richte einmal deinen Freistellungsauftrag ein und das Thema Steuern ist für das laufende Jahr erledigt.

Krisenmanagement

Eines muss dir klar sein: Börsenkurse steigen nicht linear. Mal geht es 10 Prozent hoch, mal 20 Prozent runter. Phasen, in denen die Kurse fallen, nennt man Bärenmärkte. Sie gehören zur Geldanlage dazu wie das schlechte Wetter zum Sommer.

Die brutale Wahrheit: Die meisten Anfänger verlieren Geld, nicht weil sie falsche Aktien kaufen, sondern weil sie panisch zum falschen Zeitpunkt verkaufen.

Halte dich in Krisen strikt an diese 3 goldenen Regeln:

1. Buchverluste sind keine echten Verluste
Ein Minus im Depot ist nur ein theoretischer Wert (Buchverlust).
Historisch gesehen haben sich die weltweiten Aktienmärkte von jedem Crash (egal ob Finanzkrise 2008 oder Corona 2020) erholt und neue Höchststände erreicht. Wer hingegen in der Krise panisch verkauft, macht den Verlust real. Wer die Füße stillhält, sitzt das Minus einfach aus.

2. Nutze den „Schlussverkauf“
Ändere deine Perspektive: Wenn im Supermarkt die Preise fallen, freust du dich über Schnäppchen. An der Börse ist es genauso. Wenn die Kurse fallen, bekommst du für deine monatliche Sparrate mehr Anteile für das gleiche Geld. Ein Crash ist für Sparplan-Anleger also eigentlich eine gute Nachricht, weil du günstig nachkaufen kannst.

3. Bring Zeit mit (Der 15-Jahres-Horizont)
Aktien sind ein Marathon. Investiere nur Geld, das du lange entbehren kannst.
Je länger du investierst, desto geringer wird dein Risiko, Verluste zu machen.
Ein Blick in die Historie des MSCI World zeigt: Wer mindestens 15 Jahre lang breit gestreut investiert blieb, hat in der Vergangenheit nie einen Verlust gemacht, und das, egal, zu welchem Zeitpunkt er eingestiegen ist. Geduld ist an der Börse die härteste Währung.

💡 Gut zu wissen

Wenn es an der Börse stürmt: App schließen, Sparplan weiterlaufen lassen, Leben genießen. In 10 Jahren wirst du dir selbst dafür danken.

Häufige Fehler beim Aktienkauf

Die meisten Anfänger verlieren kein Geld, weil sie „zu wenig wissen“, sondern weil sie in typischen Momenten falsch reagieren. Wenn du diese drei typischen Fehler kennst, bist du vielen voraus.

1. FOMO (Die Angst, etwas zu verpassen)

Kaufe niemals eine Aktie, nur weil der Kurs gerade steil nach oben geht oder „alle darüber reden“. FOMO (Fear Of Missing Out) bedeutet, eine Aktie nicht aus Überzeugung zu kaufen, sondern aus der Angst heraus, etwas zu verpassen. In diesem Moment fühlt sich Abwarten wie ein Fehler an.

Das Problem: Wer nur wegen steigender Kurse kauft, hat oft zu spät eingestiegen („Buy High“), also nachdem der größte Teil des Anstiegs schon passiert ist. Fehlt das Verständnis für das Geschäftsmodell, verkaufst du bei der ersten kleinen Korrektur panisch („Sell Low“).

Frage dich vor jedem Kauf: „Würde ich diese Aktie auch kaufen, wenn der Kurs diese Woche nicht gestiegen wäre?“ Lautet die Antwort Nein, ist Nichtstun oft die bessere Entscheidung.

Wichtig: Steigende Kurse sind kein Kaufgrund. Kaufe Aktien nur dann, wenn Geschäftsmodell, Gewinne und Bewertung unabhängig vom aktuellen Kursverlauf für dich Sinn ergeben.

2. Home Bias (Nur deutsche Aktien kaufen)

Home Bias ist die Neigung, Aktien aus dem eigenen Land zu kaufen. Viele Deutsche Anleger kaufen fast ausschließlich DAX-Aktien, weil ihnen die Unternehmen (VW, Telekom, etc.) vertraut sind, sie die Produkte kennen oder sich „sicherer“ fühlen.

Dein Depot hängt dann allerdings stark von einer einzigen Volkswirtschaft, politischen Entscheidungen und regionalen Krisen ab. Geht es der deutschen Wirtschaft schlecht, trifft es dein ganzes Portfolio geballt (Klumpenrisiko).

Gleichzeitig sitzen viele der weltweit stärksten und profitabelsten Unternehmen außerhalb Deutschlands. Erlaube dir also bewusst auch internationale Unternehmen, deren Produkte du kennst (z. B. globale Marken oder Software) und deren Geschäftsmodell du nachvollziehen kannst. Investiere global, um Klumpenrisiken zu streuen.

3. Gebühren unterschätzen (Der Renditekiller)

Gebühren sind der Feind deiner Rendite. Sie fallen bei jeder Transaktion an – egal ob du Gewinn oder Verlust machst. Die alte Börsenweisheit gilt noch immer: „Hin und her macht Taschen leer.“

Gerade bei kleinen Investments wirken Gebühren oft unbedeutend, sind prozentual aber verheerend.

Das Rechenbeispiel:
Investierst du 100 € und zahlst dabei 5 € Ordergebühr bei einer klassischen Bank, startest du sofort mit 5 % Verlust. Die Aktie muss erst mühsam um 5 % steigen, nur damit du wieder bei „Null“ bist.

Der entscheidende Punkt: Gebühren fallen zu 100 % sicher an, Gewinne nicht.

💡 Gut zu wissen

Die Lösung: Nutze für den Start und Sparpläne unbedingt Neobroker mit niedrigen Kosten (oft 0 € Ordergebühr). Jeder Euro, den du nicht an die Bank zahlst, arbeitet direkt für deinen Vermögensaufbau.

Fazit: Dein Weg zum Aktionär

Aktien kaufen ist kein Hexenwerk, sondern ein handwerklicher Prozess. Wenn du dieser Anleitung folgst, hast du die größten Anfängerfehler bereits umschifft.

Zusammenfassung: In 6 Schritten zum Aktionär

  1. Depot eröffnen: Wähle im Broker Vergleich 2026 einen Broker ohne Depotführungsgebühren
  2. Auswahl: Kaufe nur Unternehmen, deren Geschäftsmodell du verstehst
  3. Zahlen prüfen: Gewinne, Dividende, Bewertung (z. B. KGV)
  4. Strategie: Starte am besten mit einem Aktiensparplan, um das Timing-Risiko auszuschalten
  5. Nutze immer eine Limit-Order (wie im Abschnitt Limit vs Market Order erklärt beschrieben)
  6. Steuern optimieren: Richte sofort den Freistellungsauftrag über 1.000 € ein, um steuerfrei zu kassieren
  7. Wenn du als Anfänger ohne Vorkenntnisse heute startest, legst du den Grundstein für deine finanzielle Freiheit im Alter. Fang klein an und lass die Zeit für dich arbeiten (Zinseszinseffekt).

Bereit? Du kannst dein Depot z. B. direkt bei Finanzen.net Zero eröffnen und in wenigen Minuten deine erste Aktie oder einen Sparplan starten.

Transparenz-Hinweis: Jeder Broker hat Vor- und Nachteile. Wichtig ist daher, dass Kosten, Bedienung und Sicherheit zu dir passen.

FAQs: Häufige Fragen von Anfängern

Hier beantworten wir kurz und knapp die Fragen, die uns Einsteiger am häufigsten stellen.

Wie viel Geld brauche ich mindestens, um Aktien zu kaufen?

Du brauchst heute kein großes Startkapital. Bei modernen Neo-Brokern (wie finanzen.net ZERO) sind Sparpläne bereits ab 1 Euro pro Monat möglich. Einmalige Käufe von ganzen Aktien sind meist ab dem Kurswert der Aktie (plus Gebühren) möglich, aber der Sparplan ist für kleine Budgets der bessere Weg.

Was passiert mit meinen Aktien, wenn der Broker pleite geht?

Dein Geld ist sicher. Aktien und ETFs gelten rechtlich als **Sondervermögen**. Das bedeutet: Sie gehören immer zu 100 Prozent dir und fließen nicht in die Insolvenzmasse der Bank ein. Sollte dein Broker zahlungsunfähig werden, kannst du dein Depot einfach zu einer anderen Bank übertragen.

Komme ich jederzeit wieder an mein Geld?

Ja, Aktien und ETFs sind sehr liquide. Du kannst deine Anteile an jedem Börsenhandelstag (Mo–Fr) innerhalb von Sekunden verkaufen. Das Geld ist dann meist nach 1–2 Tagen auf deinem Verrechnungskonto verfügbar.
Aber Vorsicht: Wenn du verkaufst, während die Kurse schlecht stehen, realisierst du beim Verkauf Verluste. Geld, das du kurzfristig brauchst, gehört daher nicht an die Börse.

Ist Investieren in Aktien nicht nur Glücksspiel?

Nein. Glücksspiel (Casino) ist ein Spiel mit negativer Erwartungshaltung und die Bank gewinnt am Ende immer. Investieren ist die Beteiligung an der Wertschöpfung von Unternehmen. Da die Weltwirtschaft langfristig wächst und Unternehmen Gewinne erwirtschaften, ist die Erwartungshaltung hier positiv (historisch ca. 7–8 % p.a. beim MSCI World.

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

1Hinweis zu ZERO: finanzen.net zero ist ein Angebot der finanzen.net zero GmbH, einer Tochter der finanzen.net GmbH.

*Hinweis zu Affiliate-Links: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv und unabhängig erstellt, wobei mit Sternchen gekennzeichnete Links zur Finanzierung der kostenlosen Inhalte dienen. Die Vergütung aus diesen Links hat keinen Einfluss auf unsere Inhalte.