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Riester-Vertrag: Drei Optionen ab 2027 – und eine kostet dich tausende Euro

Behalten, wechseln oder stilllegen – 15,9 Millionen Riester-Sparer stehen ab 2027 vor dieser Entscheidung. Zwei der drei Optionen sichern dir deine bisherigen Zulagen und öffnen die Tür zum neuen Altersvorsorgedepot mit bis zu 540 Euro Förderung. Die dritte kostet dich auf einen Schlag mehrere tausend Euro. Hier erfährst du, welche Option zu deiner Situation passt.

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Option 1: Vertrag behalten und weiterlaufen lassen

Wer seinen Riester-Vertrag behält, ändert nichts. Die bisherige Fördersystematik mit festen Grundzulagen von 175 Euro und Kinderzulagen von bis zu 300 Euro läuft weiter. Die Beitragsgarantie bleibt bestehen, das Geld wird wie bisher verwaltet.

Das kann sinnvoll sein für Sparer, die kurz vor der Rente stehen und von der Beitragsgarantie profitieren. Auch für Geringverdiener mit Kindern, die weniger als 25 Euro im Monat sparen können, bleibt das alte System mit seinen festen Kinderzulagen vorteilhaft. Allerdings: Im neuen System wird die volle Kinderzulage bereits ab 25 Euro monatlich gewährt – der Riester-Vorteil schrumpft damit auf wenige Konstellationen.

Nachteil: Die hohen Kosten klassischer Riester-Produkte von oft 2 bis 3 Prozent pro Jahr laufen ebenfalls weiter – und fressen über die verbleibenden Jahre weitere Rendite.

💡 Gut zu wissen

Die Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Jeder Monat ohne Altersvorsorgedepot kostet Zulagen – und jeder Monat, den dein Riester-Guthaben noch beim alten Anbieter liegt, kostet Gebühren. Wer sich jetzt bei finanzen.net ZERO kostenlos vormerkt, kann am 1. Januar 2027 sofort eröffnen und den Riester-Übertrag direkt anstoßen.

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Option 2: In das neue System wechseln

Riester-Sparer können ihr bestehendes Guthaben ab 2027 in ein Altersvorsorgedepot oder ein neues Garantieprodukt übertragen. Die bisher erhaltenen Zulagen und Steuervorteile müssen dabei nicht zurückgezahlt werden. Der alte Anbieter darf in den ersten fünf Jahren maximal 150 Euro Wechselgebühr verlangen, danach ist der Wechsel kostenlos. Eine Zustimmung des bisherigen Anbieters ist nicht erforderlich.

Alternativ kann man den alten Vertrag beim gleichen Anbieter behalten, aber in die neue Fördersystematik wechseln – also 50 Cent pro Euro bis 360 Euro und 25 Cent darüber statt der festen 175 Euro Riester-Grundzulage. Das lohnt sich für jeden, der mehr als 350 Euro im Jahr einzahlt. Auch Selbstständige sind inzwischen förderberechtigt und können erstmals ins geförderte System einsteigen.

Für wen der Wechsel besonders attraktiv ist: Singles und Gutverdiener ohne Kinder, die von den festen Riester-Zulagen ohnehin wenig hatten und deren Verträge hohe laufende Kosten verursachen. Im Altersvorsorgedepot mit einem günstigen ETF-Sparplan sinken die Kosten auf einen Bruchteil – und die volle Aktienquote wird möglich.

Option 3: Vertrag stilllegen

Wer weder weiterzahlen noch wechseln will, kann den Vertrag beitragsfrei stellen. Das Guthaben bleibt investiert, die bisher erhaltenen Zulagen bleiben erhalten, es fließen nur keine neuen Beiträge und Zulagen mehr. Das kann sinnvoll sein, wenn der alte Vertrag schon länger läuft und hohe Abschlusskosten bereits abgezahlt sind – dann arbeitet das vorhandene Kapital weiter, ohne dass neue Kosten entstehen.

Parallel dazu eröffnet man 2027 ein frisches Altersvorsorgedepot und bespielt dieses mit den günstigeren Konditionen. So nutzt man das Beste aus beiden Welten.

Auf keinen Fall: Kündigen

Eine Kündigung ist fast immer der teuerste Fehler. Bei einer förderschädlichen Verwendung – und dazu zählt die Kündigung – müssen sämtliche erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden. Wer über 15 Jahre Riester-Zulagen erhalten hat, verliert auf einen Schlag mehrere tausend Euro. Dazu kommen mögliche Stornogebühren des Anbieters.

Es gibt praktisch keinen Fall, in dem eine Kündigung wirtschaftlich sinnvoll ist. Selbst ein schlecht laufender Vertrag mit hohen Kosten ist stillgelegt besser aufgehoben als gekündigt.

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Fazit: Prüfen ja, kündigen nein

Die verbleibende Zeit bis 2027 ist deine Planungsphase. Vertrag durchleuchten: Wie hoch sind die laufenden Kosten? Welche Zulagen fließen? Bin ich im neuen System besser aufgehoben? Für die meisten lautet die Antwort ja. Aber eine Regel gilt ausnahmslos: Niemals kündigen.

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

1Hinweis: finanzen.net zero ist ein Angebot der finanzen.net zero GmbH, einer Tochter der finanzen.net GmbH.