von Roland Kuse
Veröffentlicht am
Die erste Vorlage für das Altersvorsorgedepot vom Dezember 2025 stieß auf ein geteiltes Echo. Zwar wurde der Fortschritt gegenüber Riester anerkannt, doch die Kritik an zu hohen Kostendeckeln, der knappen Kinderzulage und dem Ausschluss von Selbstständigen war laut. Drei Monate intensiver Verhandlungen später hat sich das Blatt gewendet: Die Koalition hat den Entwurf im parlamentarischen Prozess an den entscheidenden Schwachstellen konsequent nachgebessert. Wenn der Bundestag am 26. März abstimmt, steht ein Riester-Nachfolger zur Wahl, der die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertrifft.
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Die Grundzulage steigt von den ursprünglich geplanten 30 Cent auf 50 Cent pro eingezahltem Euro – und zwar sofort ab Start 2027, nicht erst ab 2029 wie im ersten Entwurf angedacht. Für die ersten 360 Euro im Jahr gibt es 50 Cent pro Euro, für jeden weiteren Euro bis 1.800 Euro noch 25 Cent statt der ursprünglichen 20 Cent. Maximale Grundzulage: 540 Euro pro Jahr.
Was das konkret bedeutet: Wer monatlich 100 Euro einzahlt, bekommt 390 Euro Förderung obendrauf. Bei Riester gab es dafür fest 175 Euro – unabhängig vom Eigenbeitrag. Das neue System belohnt aktives Sparen deutlich stärker.
Die Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Jeder Monat ohne Altersvorsorgedepot kostet Zulagen – und jeder Monat, den dein Riester-Guthaben noch beim alten Anbieter liegt, kostet Gebühren. Wer sich jetzt bei finanzen.net ZERO kostenlos vormerkt, kann am 1. Januar 2027 sofort eröffnen und den Riester-Übertrag direkt anstoßen.
Im ersten Entwurf war die Kinderzulage der am häufigsten kritisierte Punkt. Für die vollen 300 Euro pro Kind mussten Eltern 100 Euro im Monat einzahlen. Geringverdiener-Familien konnten sich das oft nicht leisten und bekamen entsprechend wenig.
Die Koalition hat das grundlegend geändert. Die volle Kinderzulage wird jetzt schon ab 25 Euro monatlich erreicht. Der Staat legt bis zu dieser Grenze für jedes Kind pro Euro einen weiteren Euro drauf. Eine Familie mit zwei Kindern und 25 Euro Eigenanteil im Monat hat 1.050 Euro im Depot – bei nur 300 Euro Eigenbeitrag im Jahr. Förderquote: 250 Prozent.
Der Kostendeckel für Standardprodukte sinkt von 1,5 auf 1 Prozent Effektivkosten. Verbraucherschützer wollten 0,5 Prozent, die Versicherungsbranche 1,5 – der Kompromiss liegt dazwischen. Wer selbst günstige ETFs auswählt, zahlt ohnehin nur 0,1 bis 0,2 Prozent.
Neu ist auch: Ein öffentlicher Träger wird ein eigenes Standarddepot anbieten. Transparent, kostengünstig und als Brücke zur Frühstart-Rente für Kinder gedacht. Das dürfte den Kostendruck auf private Anbieter zusätzlich erhöhen.
Die größte Überraschung der Einigung: Alle Selbstständigen werden in den Kreis der Förderberechtigten aufgenommen. Im ersten Entwurf waren Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht noch komplett ausgeschlossen. Die Begründung der Koalition: Selbstständige seien besonders häufig von Altersarmut betroffen.
| Merkmal | Erster Entwurf | Nach Einigung |
|---|---|---|
| Grundzulage | 30 Cent/€ (ab 2029: 35 Cent) | 50 Cent/€ sofort ab 2027 |
| Kinderzulage voll ab | 100 €/Monat | 25 €/Monat |
| Kostendeckel Standard | 1,5 % | 1,0 % |
| Öffentliches Standarddepot | Nicht vorgesehen | Kommt |
| Selbstständige | Ausgeschlossen | Förderberechtigt |
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Der Bundestag stimmt am 26. März ab, der Start bleibt am 1. Januar 2027. Wer bisher skeptisch war, sollte die neuen Zahlen nochmal prüfen. Die Kombination aus 50-Cent-Zulage, Kinderzulage ab 25 Euro und Kostendeckel bei 1 Prozent macht das Altersvorsorgedepot zum attraktivsten geförderten Vorsorgeprodukt, das es in Deutschland je gab.
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