von Roland Kuse
Veröffentlicht am
Die Riester-Rente ist gescheitert – zu teuer, zu kompliziert, zu wenig Rendite. Ab dem 1. Januar 2027 löst das Altersvorsorgedepot sie ab: ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot, mit dem Sparer erstmals direkt und ohne Versicherungsmantel in ETFs und Fonds investieren können. Die Förderung fällt dabei höher aus als ursprünglich geplant – bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr, steuerfreier Zinseszins und volle Aktienquote. Hier ist alles, was du wissen musst.
Dein Riester-Guthaben kann ab 2027 in ein Altersvorsorgedepot bei unserem Broker finanzen.net ZERO wechseln – alle bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Melde dich jetzt an, damit du am 1. Januar startklar bist.
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Im Kern ist es ein spezielles Depot für die Altersvorsorge, in das man regelmäßig einzahlt und dafür staatliche Zulagen und Steuervorteile erhält. Anders als bei Riester entscheiden Sparer selbst, in welche zugelassenen ETFs, Fonds oder Anleihen sie investieren – innerhalb einer gesetzlichen Positivliste. Einzelaktien, Kryptowährungen und Hebelprodukte sind ausgeschlossen.
Der entscheidende Unterschied zur Riester-Rente: Es gibt keine verpflichtende Beitragsgarantie. Das bedeutet volles Kapitalmarktrisiko, aber auch die Chance auf deutlich höhere Renditen. Historisch hat der MSCI World über 15 Jahre nie einen Verlust erzielt. Wer langfristig anlegt, profitiert. Die Kosten werden durch einen gesetzlichen Deckel von 1 Prozent Effektivkosten für Standardprodukte begrenzt. Zusätzlich wird ein öffentlicher Träger ein eigenes Standarddepot anbieten – transparent, kostengünstig und als Einstieg für Menschen gedacht, die bisher nicht am Kapitalmarkt aktiv waren. Alle Details zum Altersvorsorgedepot im ausführlichen Ratgeber.
Die Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Jeder Monat ohne Altersvorsorgedepot kostet Zulagen – und jeder Monat, den dein Riester-Guthaben noch beim alten Anbieter liegt, kostet Gebühren. Wer sich jetzt bei finanzen.net ZERO kostenlos vormerkt, kann am 1. Januar 2027 sofort eröffnen und den Riester-Übertrag direkt anstoßen.
Das Fördersystem ist radikal vereinfacht. Statt komplizierter einkommensabhängiger Mindesteigenbeiträge gibt es eine klare Formel: Für jeden eingezahlten Euro bis 360 Euro im Jahr zahlt der Staat 50 Cent dazu. Für jeden weiteren Euro bis zur Obergrenze von 1.800 Euro gibt es 25 Cent. Maximal fließen so 540 Euro Grundzulage pro Jahr.
Für Familien kommt die Kinderzulage dazu: Pro Kind zahlt der Staat bis zu 300 Euro im Jahr. Diese Summe wird bereits bei einem Eigenbeitrag von 25 Euro im Monat erreicht – bis zu dieser Grenze legt der Staat für jedes Kind pro Euro einen weiteren Euro drauf. Berufseinsteiger unter 25 bekommen einmalig 200 Euro Startprämie, Geringverdiener einen jährlichen Bonus von 175 Euro. Und wer gut verdient, profitiert über die automatische Günstigerprüfung zusätzlich von einer Steuerersparnis, die die Zulagen übersteigen kann.
| Eigenbeitrag/Jahr | Grundzulage | Maximal im Depot | Förderquote |
|---|---|---|---|
| 360 € | 180 € | 540 € | 50 % |
| 1.200 € | 390 € | 1.590 € | 33 % |
| 1.800 € | 540 € | 2.340 € | 30 % |
Zwei Vorteile machen das Altersvorsorgedepot einzigartig. Erstens: Die Kapitalerträge bleiben in der Ansparphase komplett steuerfrei. Keine Abgeltungssteuer auf Gewinne, keine Steuern bei Umschichtungen zwischen Fonds. Der Zinseszins arbeitet ungebremst über Jahrzehnte. Erst bei der Auszahlung im Rentenalter wird besteuert – dann mit dem persönlichen Einkommensteuersatz, der im Ruhestand meist deutlich niedriger liegt.
Zweitens: Die Flexibilität bei der Auszahlung. Statt der Riester-Pflicht, mindestens 70 Prozent zu verrenten, können Sparer zwischen Auszahlplan, Leibrente oder einer Kombination wählen. Bis zu 30 Prozent des Guthabens dürfen als Einmalzahlung entnommen werden.
Berechtigt sind alle Pflichtversicherten der gesetzlichen Rentenversicherung, Beamte, Richter und Soldaten. Neu seit der Koalitionseinigung: Auch alle Selbstständigen werden in den Kreis der Förderberechtigten aufgenommen – im ersten Entwurf waren sie noch ausgeschlossen. Anbieten dürfen das Depot Banken, Neobroker, Versicherungen und Fondsgesellschaften – alle Produkte müssen vom Bundeszentralamt für Steuern zertifiziert werden.
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Das Altersvorsorgedepot kombiniert staatliche Förderung mit Kapitalmarktrenditen und niedrigen Kosten. Nach den parlamentarischen Nachbesserungen – höhere Zulagen, niedrigerer Kostendeckel, breiterer Zugang – ist es für die meisten Sparer mit langem Anlagehorizont die attraktivste Form der geförderten Vorsorge, die es in Deutschland je gab. Wer nicht bis 2027 warten will, kann schon jetzt mit einem normalen ETF-Sparplan starten und ab Start parallel das geförderte Depot nutzen. Alles zu Förderung, Kosten, Risiken und Auszahlung im kompletten Ratgeber.
Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.
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