Nie wieder ein Auto kaufen? So teuer ist das Auto-Abo
Marktentwicklung und Nachfrage
Laut einer Prognose von Statista dürfte die Anzahl der Auto-Abo-Verträge in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf bis zu eine Million anwachsen. Laut dem Faaren Auto-Abo Report 2025 zeigt sich, dass die Generation Z eine besondere Vorliebe für längere Auto-Abo-Laufzeiten entwickelt hat. Während andere Altersgruppen oft kurzfristige Mobilitätslösungen bevorzugen, entscheidet sich die Gen Z zunehmend für Abos mit einer längeren Mindestlaufzeit. Im Ranking der meistgebuchten Fahrzeuge gab es bemerkenswerte Veränderungen: Der Toyota Yaris Cross hat den VW Golf als beliebtestes Modell abgelöst. Dennoch bleibt Volkswagen mit einem Marktanteil von 14 Prozent die gefragteste Marke im Auto-Abo-Segment, gefolgt von Toyota mit 12,8 Prozent. Die durchschnittliche Abo-Dauer liegt stabil bei 9,8 Monaten.
Kostenstruktur und Preisentwicklung
Die monatlichen Kosten für ein Auto-Abo variieren je nach Modell und Anbieter. Aktuelle Daten aus dem Faaren Auto Abo Report 2025 zeigen, dass die Preise für Auto-Abos im vergangenen Jahr um über zehn Prozent gesunken sind. Der durchschnittliche monatliche Preis lag bei 563 Euro, ein Rückgang gegenüber den 634 Euro im Vorjahr. Besonders günstig sind Angebote für Kleinwagen, die bereits ab 199 Euro pro Monat verfügbar sind.
Leistungen und Unterschiede zum Leasing
Ein wesentlicher Vorteil eines Auto-Abonnements ist das umfassende All-inclusive-Angebot, das viele der typischen Kosten und organisatorischen Aufwände eines Fahrzeugbesitzes abdeckt. In der monatlichen Rate sind in der Regel sämtliche Versicherungsleistungen enthalten, darunter die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung sowie eine Teilkasko- und Vollkaskoversicherung. Damit entfallen für den Nutzer aufwendige Preisvergleiche und separate Versicherungsabschlüsse.
Zusätzlich übernimmt der Abo-Anbieter üblicherweise sämtliche Wartungs- und Verschleißkosten. Dazu zählen regelmäßige Inspektionen, Reparaturen sowie der Austausch von Verschleißteilen wie Bremsen oder Ölfilter. Im Gegensatz zu einem klassischen Leasingvertrag, bei dem solche Kosten oftmals zusätzlich anfallen, sind sie beim Auto-Abo bereits in der monatlichen Pauschale inbegriffen. Ebenso sind Kfz-Steuern und Rundfunkgebühren (GEZ) Bestandteil des Pakets, sodass sich Kunden nicht um behördliche Zahlungen oder Abrechnungen kümmern müssen, wie ein Online-Beitrag von Autoflotte berichtet.
Ein weiterer praktischer Vorteil ist die saisonale Bereifung, die je nach Jahreszeit vom Anbieter gestellt wird. Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen erfolgt automatisch und ohne zusätzliche Kosten. Insbesondere für Vielfahrer oder Nutzer in Regionen mit stark schwankenden Wetterbedingungen ist dieser Service ein erheblicher Mehrwert, da er Zeit und Kosten für separate Reifenwechsel spart.
Vertragsbedingungen: Laufzeiten, Kosten und Einschränkungen
Die Konditionen eines Auto-Abos variieren je nach Anbieter und Tarifmodell. Ein wichtiger Faktor ist die Mindestlaufzeit. Während einige Anbieter bereits sehr flexible Modelle ab drei Monaten ermöglichen, setzen andere eine Mindestvertragsdauer von sechs oder sogar zwölf Monaten voraus. Kunden, die eine maximale Flexibilität wünschen, sollten daher gezielt nach Anbietern mit kurzen Laufzeiten suchen.
Ein weiteres entscheidendes Kriterium sind die Kilometerpakete, die in den monatlichen Kosten enthalten sind. Die meisten Abos bieten eine festgelegte Anzahl an Inklusivkilometern pro Monat, beispielsweise 1.000 oder 1.500 Kilometer. Wer diese Grenze überschreitet, muss mit Zusatzkosten pro gefahrenem Kilometer rechnen. Gerade für Vielfahrer kann es daher sinnvoll sein, Tarife mit höheren Kilometerkontingenten zu wählen oder eine individuelle Erweiterung des Pakets zu prüfen.
Viele Anbieter erheben zudem eine Startgebühr, die einmalig zu Beginn des Abos fällig wird. Diese kann je nach Anbieter zwischen 199 und 299 Euro betragen, so bussgeldkatalog.org. Dieser Betrag deckt in der Regel administrative Kosten, die Fahrzeugaufbereitung sowie die Bereitstellung des Autos ab. Einige Anbieter werben jedoch mit gebührenfreien Einsteigerangeboten, sodass sich ein genauer Preisvergleich lohnen kann.
Zuletzt spielen Alters- und Führerscheinbeschränkungen eine Rolle. Viele Anbieter setzen ein Mindestalter von 21, 23 oder sogar 25 Jahren voraus und verlangen eine Mindestführerscheindauer, die meist zwischen einem und drei Jahren liegt, so der ADAC. Jüngere Fahrer oder Fahranfänger könnten daher bei einigen Auto-Abo-Diensten Einschränkungen erfahren oder müssen mit höheren Gebühren rechnen.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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