Marktplatz für digitale Items: Das ist NFT-Vorreiter OpenSea

24.02.2026 22:22:00

Krypto-Marktplatz OpenSea hat insbesondere während des NFT-Hypes vor einigen Jahren an Bekanntheit erlangt. Das steckt hinter der NFT-Plattform.

• Offener Marktplatz für die Erstellung und den Handel von NFTs
• Rasanter Aufstieg während des NFT-Booms
• Erweiterung des Portfolios rettet OpenSea nach Einbruch des NFT-Markts

Im Dezember 2017 wurde OpenSea von Devin Finzer und Alex Atallah in New York gegründet. Es handelt sich bei dem Krypto-Unternehmen um einen offenen Marktplatz für die Erstellung und den Handel mit allen Arten von NFTs - ob Kunst, Musik, Eventtickets oder Spiele. Manche NFTs können gar für physische Objekte wie beispielsweise Sneaker eingetauscht werden, wieder andere können in Online-Spielen benutzt werden.

OpenSea stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der Nutzer alle Arten von nicht fungiblen Token (NFTs) erstellen, kaufen und verkaufen können. Zudem können auch digitale Token getauscht werden, wie "native Blockchain-Token, Governance-Token, Spielwährungen, Memecoins und Co-Branded-NFT-Sammlungstoken", heißt es auf der OpenSea-Webseite. Dabei wird eine Verbindung zu Liquiditätsaggregatoren hergestellt, wobei die Verwahrung der Token immer beim Kunden selbst bleibt, also direkt vom eigenen Wallet aus getauscht wird. Alle NFTs oder Kryptowährungen werden direkt auf der Blockchain gespeichert und sind über die selbstverwahrenden Krypto-Wallets zugänglich. Dabei beinhaltet das OpenSea-Wallet eine öffentliche Kennung, wobei auch mehrere Wallets mit einem Konto verknüpft werden können, um beispielsweise Belohnungen über verschiedene Blockchains hinweg zu sammeln, erklärt das Unternehmen auf der eigenen Webseite.

Dabei ist OpenSea mit einer Reihe an Blockchain kompatibel, konkret sind das "Ethereum, Polygon, Arbitrum, Optimism, Avalanche, ZORA, Base, Blast, Sei, B3, Berachain, Flow, ApeChain, Soneium, Shape, Unichain, Ronin, Abstract, Solana, GUNZ, HyperEVM, Somnia, und Monad-Blockchains".

OpenSea profitiert von NFT-Hype

OpenSea blickt auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurück, wobei das Krypto-Unternehmen insbesondere während des NFT-Hypes in 2021 an Bekanntheit erlangte. So erinnert sich OpenSea-Mitgründer Atallah noch an den März 2020, als die Corona-Pandemie immer mehr zur Belastung wurde, wie er in einem Telefongespräch zu Mitstreiter Finzer sagte, der NFT-Markt fühle sich "tot" an, wie Forbes schreibt. Zu dem Zeitpunkt waren auf der Plattform gerade einmal 4.000 Nutzer aktiv, monatlich wurden 1,1 Millionen US-Dollar an Transaktionen verzeichnet, was wiederum einem Umsatz von lediglich 28.000 US-Dollar entsprach.

Im Februar 2021 nahm das NFT-Geschäft dann jedoch an Fahrt auf. Im Juli konnte OpenSea bereits Transaktionen im Volumen von 350 Millionen US-Dollar verarbeiten. Im selben Monat erhielt das Unternehmen außerdem in einer von Andreessen Horowitz geleiteten Runde 100 Millionen US-Dollar Risikokapital bei einer Bewertung von 1,5 Milliarden US-Dollar. "OpenSea bildet die Schnittstelle zwischen der Ebene der Konsumenten und der Infrastrukturebene in der Wirtschaft der digitalen Güter und ist entscheidender Faktor in dieser neuen Welt digitaler Eigentumsrechte", schrieb Horowitz in der Ankündigung des Investments damals.

Der Hype um NFTs wurde immer größer. Im August kletterte das Transaktionsvolumen dann auf stolze 3,4 Milliarden US-Dollar, so Forbes weiter. In 2022 - inmitten des spektakulären Zusammenbruchs der Kryptobörse FTX, die zahlreiche weitere Insolvenzen nach sich zog, geriet auch der NFT-Markt stark unter Druck. Dies bekam auch OpenSea deutlich zu spüren: Während zum Höhepunkt des NFT-Booms im Januar 2022 dreistellige Millionensummen an US-Dollar an monatlichem Umsatz generiert wurden, wurden im Oktober 2023 nur noch drei Millionen US-Dollar an monatlichem Umsatz eingenommen, schreibt Forbes. Neben dem allgemeinen Abschwung am NFT-Markt war jedoch auch die zunehmende Konkurrenz, insbesondere durch Blur ein belastender Faktor, der dazu führte, dass OpenSea die Hälfte seiner damals 175 Mitarbeiter entlassen musste.

Nach dem NFT-Boom

Der NFT-Boom ist vorüber und es ist ungewiss, ob er nochmal den gleichen Schwung erreichen wird, wie zu Hochzeiten vor einigen Jahren. Trotzdem hat es OpenSea geschafft sich mit einem Marktanteil von 23,3 Prozent hinter Blur als zweitgrößter der mittlerweile zahlreichen NFT-Marktplätze einzureihen, wie aus Daten von Token Terminal hervorgeht. Mit Blick auf die letzten drei Jahre wies das Unternehmen in Summe ein Handelsvolumen von 4,6 Milliarden US-Dollar aus. Die Einnahmen beliefen sich im gleichen Zeitraum derweil auf 58,6 Millionen US-Dollar. Die Anzahl der monatlichen aktiven Nutzer lag auf die letzten drei Jahre gesehen bei 64.300, zeigen Token Terminal-Daten. (Stand: Februar 2026) Wie das Unternehmen auf seiner Webseite selbst schreibt, gibt es mittlerweile mehr als 2 Millionen Kollektionen, mehr als 80 Millionen NFTs und ein Gesamtvolumen von 20 Milliarden US-Dollar. Dabei hat es OpenSea geschafft, seine Kundenbasis nicht nur für NFTs, sondern auch den Handel mit Kryptowährungen zu begeistern, wodurch das Unternehmen auch vom Memecoin-Boom profitieren konnte.

Geleitet wird OpenSea von Mitgründer Devin Finzer. Sein ehemaliger Mitstreiter Alex Atallah und einstiger CTO hat das Unternehmen mittlerweile verlassen und widmet sich anderen Projekte.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Sergei Elagin / Shutterstock.com, phloxii / Shutterstock.com

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