Goldpreis: Rekordhoch wieder in Reichweite

05.03.2025 08:10:49

Die Krisenwährung Gold beweist weiterhin ein hohes Maß an relativer Stärke und bewegt sich aktuell nur knapp unter ihrem Allzeithoch.

von Jörg Bernhard

Zur Wochenmitte wird die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold weiterhin durch die Einführung von US-Zöllen gestützt, was die Handelsspannungen verschärfte und Gegenmaßnahmen auslöste. Allerdings deutete US-Handelsminister Howard Lutnick auf eine mögliche Zollentlastung für Kanada und Mexiko hin. Auch die Aussetzung der US-Militärhilfe für die Ukraine verstärkte die Attraktivität von Gold. Am Nachmittag könnte der ADP-Arbeitsmarktbericht sowie der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed liefern. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von über 67 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres mindestens drei Zinssenkungen um 25 Basispunkte sehen werden. Für ein hohes Maß an Spannung sorgt zudem die für den Donnerstag anberaumte EZB-Sitzung. Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte gilt als sicher, die Pressekonferenz könnte dennoch die eine oder andere Überraschung mit sich bringen.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 6,80 auf 2.927,40 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Versuch einer Bodenbildung

An den Ölmärkten herrscht weiterhin leichter Verkaufsdruck. Hauptverantwortlich hierfür war die Entscheidung der Trump-Regierung, die gesamte US-Militärhilfe für die Ukraine auszusetzen, was zu Spekulationen über eine mögliche Lockerung der Sanktionen gegen Russland geführt hat. Obwohl Daten des American Petroleum Institute gezeigt haben, dass die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 1,46 Millionen Barrel - und somit stärker als erwartet zurückgingen, zeigte sich der fossile Energieträger davon unbeeindruckt. Neue Impulse könnte der für den Nachmittag angekündigte "offizielle" Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) liefern.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,43 auf 67,83 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,12 auf 70,92 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

Bildquelle: elen_studio / Shutterstock.com, FikMik / Shutterstock.com, Brian A Jackson / Shutterstock.com

In eigener Sache

So sparst Du Gebühren beim Aktienhandel

Bei finanzen.net ZERO zahlst Du keine Order­gebühren (nur markt­übliche Spreads) und nutzt eine top-moderne Handels­oberfläche (von Kunden mit 4,6 von 5 Sternen bei Trustpilot bewertet).

Teste auch Du finanzen.net ZERO und spare bei jedem Trade!

Weitere News zum Thema