Was man über die Kryptowährung EOS wissen sollte

12.02.2026 06:07:00

Unter großer medialer Aufmerksamkeit startete im Juni 2017 die Kryptowährung EOS. Das Initial Coin Offering (ICO) war eines der erfolgreichsten in der Geschichte der Cyberdevisen. Doch was macht EOS so besonders und wer entwickelte den Ethereum-Konkurrenten?

EOS ist nicht nur eine Kryptowährung, sondern auch eine Plattform für Blockchain-basierte Anwendungen. Sie wurde entwickelt, um neue technische Ansätze zu testen und sich als Alternative zu etablierten Plattformen wie Ethereum zu positionieren. In der Praxis hat sich EOS bislang jedoch vor allem in Nischen etabliert.

Die Entwickler von EOS

Hinter EOS steht das auf den Cayman-Inseln ansässige Unternehmen Block.one. Die Gründer sind der Investor Brendan Blumer und der Softwareentwickler Daniel Larimer. Larimer war zuvor an den Kryptowährungen BitShares und Steem beteiligt und gilt als erfahrener Entwickler im Bereich Blockchain-Technologien.

Die Software EOS.IO bildet die Grundlage der Plattform. Sie wird von den Entwicklern als Blockchain-Betriebssystem bezeichnet, da sie sämtliche Kernfunktionen für Transaktionen, Tokenisierung und das Betreiben von Blockchain-Anwendungen bereitstellt.

Die Technologie von EOS

EOS nutzt den Konsensmechanismus Delegated Proof of Stake (DPoS). Dabei wählen die Nutzer sogenannte Zeugen (Witnesses) aus, die Transaktionen validieren und neue Blöcke erzeugen. Die Stimmkraft der Nutzer hängt von ihrem jeweiligen Guthaben (Stake) ab. Insgesamt existieren in der EOS-Blockchain 21 Zeugen, die für die Blockproduktion verantwortlich sind.

Zusätzlich gibt es Delegierte, die eine Kontrollfunktion übernehmen und Änderungen an Parametern wie Blockgröße oder Zeugenvergütung vorschlagen können. Diese Änderungen müssen von den Nutzern bestätigt werden.

DPoS ermöglicht eine sehr schnelle Verarbeitung von Transaktionen und ist energieeffizienter als klassische Proof-of-Work-Systeme. Gleichzeitig ist das System weniger dezentralisiert und anfällig für Einflussnahme durch große Stakeholder. Es besteht ein Trade-off zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit .

Diese Vorteile bietet EOS

EOS bringt drei wesentliche technische Vorteile mit:

Transaktionskosten: Anders als bei Ethereum fallen pro Transaktion keine Standardgebühren an, die Kosten werden über Stake und Blockproduzenten gedeckt.

Rollback-Möglichkeiten: Fehlerhafte Zustände können theoretisch durch Konsens auf einen vorherigen Blockstand zurückgesetzt werden, praktisch werden diese Funktionen selten genutzt.

Skalierbarkeit: Das DPoS-System erlaubt theoretisch sehr viele Transaktionen pro Sekunde, realistisch erreicht EOS jedoch keine Millionen pro Sekunde, sondern deutlich geringere Werte.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: kaprik / Shutterstock.com , kaprik / Shutterstock.com

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