Bernstein-Studie belastet Daimler Truck und Volvo-Aktie
Eine negative Erstbewertung durch Bernstein Research hat am Dienstag Daimler Truck belastet.
Dreh- und Angelpunkt auch in der Nutzfahrzeugbranche bleibt dabei das US-Geschäft wegen der dort von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle.
Bernstein-Analyst Harry Martin geht in einer Branchenstudie generell skeptisch an die europäischen Lkw-Hersteller heran, sieht dabei aber das größte Risiko bei Daimler Truck wegen der großen Abhängigkeit vom US-Geschäft. Er rechnet vor, dass der Konzern in den Vereinigten Staaten aktuell mehr als die Hälfte seines operativen Ergebnisses erwirtschafte.
Entgegen aller Hoffnungen bleibe die Branche so zyklisch bleibe wie gehabt, erklärte der Experte. "2025 wird eine grausame Erinnerung daran", so Martin. Er rechnet mit einem Absatzrückgang um mehr als 10 Prozent und Kurskorrekturen bei den Aktien. Auch die B-Aktien von Volvo, die am Dienstag ein halbes Prozent verloren, sieht Martin pessimistisch, wie sein "Underperform"-Votum zeigt.
Einzig die Volkswagen (VW) vz)-Tochter TRATON bewertet der Experte in seiner Erstbewertung neutral, ihre Aktien lagen am Morgen mit 0,5 Prozent im Plus. Die Aktien sieht er in einer Sondersituation, da ihre geringe Liquidität einen Abschlag bedinge und nicht die fundamentale Bewertung. Dies sollte sich bessern, sobald der Streubesitz an der Börse steige. Traton stehe regional besser da als Daimler Truck und könnte den Konkurrenten bei vielen Kennziffern übertreffen.
Daimler Truck-Aktien verlieren auf XETRA zeitweise 1,54 Prozent auf 36,55 Euro, die 200-Tage-Linie als mittelfristigen Trendindikator konnten die Daimler-Truck-Anteile indes knapp verteidigen. Seit ihrem Jahreshoch von Anfang März sind sie gleichwohl bereits um mehr als 18 Prozent abgesackt. Für Volvo-Titel geht es unterdessen 0,85 Prozent auf 290,70 SEK nach unten.
FRANKFURT (dpa-AFX)
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